29.09.2018, 14:37 Uhr

Köln (AFP) Deutlich weniger Teilnehmer bei Kölner Anti-Erdogan-Protesten als erwartet

Protest gegen Erdogan. Quelle: AFP/SASCHA SCHUERMANN (Foto: AFP/SASCHA SCHUERMANN)Protest gegen Erdogan. Quelle: AFP/SASCHA SCHUERMANN (Foto: AFP/SASCHA SCHUERMANN)

Keine Zwischenfälle bei Kundgebungen am rechten Rheinufer und in der Innenstadt

Die beiden großen Protestkundgebungen gegen den Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan am Samstag in Köln sind friedlich verlaufen. Die Versammlungen von Erdogan-Gegnern im rechtsrheinischen Köln-Deutz sowie in der nördlichen Innenstadt wurden am Nachmittag von den Veranstaltern für beendet erklärt, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Zahl der Teilnehmer blieb deutlich hinter den Erwartungen der Anmelder zurück.

An der Demonstration eines Kölner Bündnisses unter dem Motto "Erdogan not welcome" an der Deutzer Werft nahmen lediglich gut 1000 Menschen teil - angemeldet waren 5000. Auch bei der Protestkundgebung der Alevitischen Gemeinde in Deutschland am Ebertplatz in der nördlichen Kölner Innenstadt lag die Teilnehmerzahl mit mehreren hundert Menschen deutlich unter den erwarteten 3000 Demonstranten.

Dagegen strömten zahlreiche Erdogan-Anhänger zur Zentralmoschee des Moscheeverbands Ditib in Köln-Ehrenfeld, bei deren Eröffnung Erdogan am Nachmittag eine Rede halten wollte. Groben Schätzungen zufolge bevölkerten bis zu 1500 nationaltürkisch Gesinnte die Straßen um die weiträumig abgesperrte Moschee. Die Stadt Köln hatte am Freitagabend eine zunächst geplante Außenveranstaltung mit bis zu 25.000 Menschen an der Moschee wegen Sicherheitsbedenken abgesagt.


0 Kommentare