28.09.2018, 15:21 Uhr

Kopenhagen (AFP) Dänische Polizei kappt wegen Großfahdnung Fähr- und Brückenverbindungen

Dänische Polizei sperrt Brücke ab. Quelle: Ritzau Scanpix/AFP/Nils Meilvang (Foto: Ritzau Scanpix/AFP/Nils Meilvang)Dänische Polizei sperrt Brücke ab. Quelle: Ritzau Scanpix/AFP/Nils Meilvang (Foto: Ritzau Scanpix/AFP/Nils Meilvang)

Verspätungen im Fährverkehr auch in Deutschland

Eine Großfahndung der dänischen Polizei nach Kriminellen hat am Freitag den Fähr- und Zugverkehr in die Nachbarländer empfindlich gestört. Die Fähren nach Deutschland durften vorübergehend nicht auslaufen, auch die Brücke zwischen Kopenhagen und der schwedischen Stadt Malmö wurde für zwei Stunden gesperrt. Mit den drastischen Maßnahmen wollte die dänische Polizei drei Verbrechensverdächtigen die Flucht erschweren.

Den Verdächtigen würden "schwere Verbrechen" zur Last gelegt, teilte die Polizei ohne weitere Details mit. Die drei seien in einem Volvo mit schwedischem Kennzeichen unterwegs.

Betroffen waren auch die Fährverbindungen von Rodby nach Puttgarden und von Gedser nach Rostock. Passagiere müssten mit Verspätungen rechnen, teilte der Betreiber Scandlines mit.

Wegen der Sperrungen der Brücke nach Malmö und einer weiteren Brücke zwischen den Inseln Seeland und Fyn saßen tausende Reisende in und um Kopenhagen in Zügen und auf Straßen fest. Am Nachmittag kam der Verkehr langsam wieder in Gang; die Züge ließen einige Stationen aus, um die verlorene Zeit wettzumachen.

Der frühere dänische Geheimdienstchef Hans Jörgen Bonnichsen sagte Lokalmedien, in seinen 41 Dienstjahren habe er "noch nie eine so große Aktion erlebt".


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