26.09.2018, 19:56 Uhr

New York (AFP) Trump und Abe vereinbaren Handelsgespräche

Japans Regierungschef Abe (l.) mit US-Präsident Trump . Quelle: AFP/Nicholas Kamm (Foto: AFP/Nicholas Kamm)Japans Regierungschef Abe (l.) mit US-Präsident Trump . Quelle: AFP/Nicholas Kamm (Foto: AFP/Nicholas Kamm)

US-Präsident will Handelsdefizit mit Japan reduzieren

Nach der EU wird US-Präsident Donald Trump nun auch mit Japan in Verhandlungen über eine Neuordnung der Handelsbeziehungen einsteigen. Das vereinbarten Trump und der japanische Ministerpräsidenten Shinzo Abe am Mittwoch am Rande der UN-Generaldebatte in New York, wie beide Regierungen in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten. Ziel der Verhandlungen sei ein Abkommen, das "von gegenseitigem Nutzen" für beide Länder sei, hieß es darin.

Trump prangert regelmäßig das "sehr große Defizit" seines Landes im Handel mit Japan an. Ähnliche Klagen bringt er zum Handel mit der EU und China vor. Das Handelsdefizit der USA mit Japan betrug im vergangenen Jahr 68,8 Milliarden Dollar (58,5 Milliarden Euro); aus dieser Summe sind die Dienstleistungen allerdings ausgenommen.

Mit der EU stehen die USA bereits in Verhandlungen über ein Handelsabkommen. Die Gespräche waren im Juli während eines Besuchs von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bei Trump vereinbart worden. Eine Eskalation des transatlantischen Handelskonflikts konnte damit vorerst abgewendet werden.

Weiterhin steht aber Trumps Drohung im Raum, dass nach Stahl und Aluminium auch Autos aus Europa mit Strafzöllen belegt werden könnten. Japan fürchtet ebenfalls, von US-Strafzöllen auf seine Autoexporte getroffen zu werden.


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