26.09.2018, 10:14 Uhr

Berlin (AFP) 25 Prozent weniger Kartoffeln in diesem Jahr wegen Hitze und Trockenheit

Kartoffelernte in Rheinland-Pfalz. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Uwe Anspach (Foto: dpa/AFP/Archiv/Uwe Anspach)Kartoffelernte in Rheinland-Pfalz. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Uwe Anspach (Foto: dpa/AFP/Archiv/Uwe Anspach)

Schätzungen gehen von 8,7 Millionen Tonnen Ernte aus

Die Kartoffelernte dürfte nach ersten Schätzungen in diesem Jahr wegen des trockenen und heißen Sommers um 25 Prozent geringer ausfallen. Der zuständige Sachverständigenausschuss von Bund und Ländern geht in diesem Jahr von einer Ernte von 8,7 Millionen Tonnen aus, wie das Bundeslandwirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte. Im vergangenen Jahr, das "gute Erträge" abwarf, waren es rund 11,7 Millionen Tonnen.

Da die Haupternte noch läuft, können die endgültigen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen, erklärte das Ministerium. Der Anbau der Frühkartoffeln war wegen der späten Frostperiode und lang anhaltender Niederschläge leicht verzögert, die Frühkartoffelernte blieb von witterungsbedingten Einbußen aber dennoch weitgehend verschont. Bei den mittleren und späten Kartoffelsorten führten Hitze und Trockenheit dann zu Einbußen, hieß es. Auch in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Belgien falle die Ernte niedriger aus.

Die Anbaufläche der Kartoffeln blieb mit rund 250.200 Hektar Ackerland im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Spitzenreiter bleibt Niedersachsen mit einem Flächenanteil von 45 Prozent, gefolgt von Bayern mit 16 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 13 Prozent.


0 Kommentare