24.09.2018, 19:20 Uhr

Washington (AFP) Kavanaugh will sich durch neue Belästigungsvorwürfe nicht "einschüchtern" lassen

Richterkandidat Brett Kavanaugh. Quelle: AFP/Brendan Smialowski (Foto: AFP/Brendan Smialowski)Richterkandidat Brett Kavanaugh. Quelle: AFP/Brendan Smialowski (Foto: AFP/Brendan Smialowski)

Richterkandidat von US-Präsident Trump weist neue Anschuldigungen zurück

Der konservative Richterkandidat Brett Kavanaugh will trotz neuer Belästigungsvorwürfe an seiner Bewerbung für das Oberste US-Gericht festhalten. "Ich werde mich nicht einschüchtern und zu einem Rückzug drängen lassen", erklärte der Jurist am Montag in einer Stellungnahme an den Justizausschuss des US-Senats. Die jüngsten Anschuldigungen seien Teil einer "Schmutzkampagne", die darauf abziele, seinen "guten Namen zu zerstören".

Kavanaugh sieht sich mit Vorwürfen von zwei Frauen konfrontiert. Die Professorin Christine Blasey Ford legt dem Juristen zur Last, er habe sie bei einer Schülerparty in den 80er Jahren zu vergewaltigen versucht. Am Donnerstag soll sie vor dem Justizausschuss des US-Senats angehört werden.

Am Sonntag erhob Deborah Ramirez im "New Yorker" den Vorwurf, Kavanaugh habe ihr während einer Studentenparty an der Elite-Universität Yale in den 80ern sein Geschlechtsteil ins Gesicht gedrückt. Kavanaugh bestritt die Anschuldigungen vehement.

Trump stellte sich am Montag erneut hinter seinen Richterkandidaten. Er bezeichnete die Anschuldigungen als "völlig politisch" motiviert. Die Vorwürfe gegen seinen Wunschkandidaten für den Supreme Court seien "unbegründet".

Trump hatte den erzkonservativen Richter für den Posten auf Lebenszeit am Obersten Gericht vorgeschlagen. Der US-Senat muss der Nominierung zustimmen. Der Justizausschuss hat darüber zu entscheiden, ob die Personalie für das endgültige Bestätigungsvotum an das Plenum weitergereicht wird. Durch die Vorwürfe Fords zieht sich Nominierungsverfahren, das eigentlich als Formsache galt, nun länger hin als geplant.


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