24.09.2018, 16:15 Uhr

Berlin (AFP) Maas wirbt vor UN-Generaldebatte für mehr Multilateralismus

Heiko Maas. Quelle: AFP/John MACDOUGALL (Foto: AFP/John MACDOUGALL)Heiko Maas. Quelle: AFP/John MACDOUGALL (Foto: AFP/John MACDOUGALL)

Außenminister erläutert Schwerpunkte Deutschlands im UN-Sicherheitsrat

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat vor seinem Besuch bei den Vereinten Nationen für mehr Multilateralismus geworben. "Wir leben in einer Zeit, in der wir mehr internationale Ordnung, mehr Verlässlichkeit, mehr Vertrauen in unsere gemeinsamen Regeln brauchen", sagte Maas am Montag vor seinem Abflug zur UN-Generaldebatte in New York. "Die Vereinten Nationen sind so stark, gerecht und effektiv, wie ihre Mitglieder sie machen."

Deutschland wolle sich für eine starke UNO engagieren, sagte Maas mit Blick auf den Sitz im UN-Sicherheitsrat, den Deutschland ab 2019 für zwei Jahre inne haben wird. Deutschland werde sich ganz besonders für multilaterale Lösungen einsetzen. Maas bekräftigte das Ziel der Bundesregierung, für einen Europa-Sitz im Sicherheitsrat zu werben.

Beim Umgang mit Konflikten sei die Prävention "zentral", fügte Maas hinzu. "Wir wollen uns nicht immer erst mit einem Konflikt befassen, wenn eine Krise schon in vollem Gange ist."

Als thematische Schwerpunkte nannte der Außenminister die Bereiche Klima und Sicherheit. "Wir sehen immer häufiger, wie die Folgen des Klimawandels bestehende Konflikte verstärken und sich destabilisierend auf Länder und ganze Regionen auswirken", sagte Maas. "Wir wollen Klimarisiken daher als Teil einer präventiven und stabilisierenden Außenpolitik entgegenwirken."

Außerdem wolle Deutschland "weitere Themen stärker als bisher auf der Agenda des Sicherheitsrats verankern, deren Rolle als Konfliktkatalysatoren oft übersehen" werde. Maas nannte den Zusammenhang zwischen Gesundheit und Sicherheit sowie Menschenrechten und Sicherheit.

"Wichtig wird uns auch sein, die Rolle von Frauen im Bereich Frieden und Sicherheit weiter zu stärken", fügte der SPD-Politiker hinzu. Zudem setze sich Deutschland gemeinsam mit Frankreich dafür ein, den Schutz von humanitärem Personal in Konfliktregionen zu verbessern.


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