24.09.2018, 21:12 Uhr

New York (AFP) Trump hält Nordkoreas Machthaber Kim für "sehr offen und großartig"

Donald Trump bei der UNO. Quelle: AFP/Nicholas Kamm (Foto: AFP/Nicholas Kamm)Donald Trump bei der UNO. Quelle: AFP/Nicholas Kamm (Foto: AFP/Nicholas Kamm)

US-Präsident erwartet baldiges zweites Gipfeltreffen

US-Präsident Donald Trump hat den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un als "sehr offen und großartig" bezeichnet. "Ich denke, er möchte wirklich, dass sich etwas bewegt", sagte Trump am Montag nach einem Treffen mit Südkoreas Staatschef Moon Jae In am UN-Sitz in New York. Er rechne damit, dass es schon bald zu einem zweiten Gipfeltreffen mit Kim kommen werde. Der Ort des Treffens stehe noch nicht fest, "aber wir beide freuen uns sehr darauf".

Zuvor hatte der US-Präsident vor Journalisten den "enormen Fortschritt" bei den Entspannungsbemühungen mit Nordkorea gelobt. "Wie Sie wissen, hat Kim Jong Un einen Brief geschrieben - einen schönen Brief - und um ein zweites Treffen gebeten und wir werden das bald tun", sagte Trump.

Trump hielt sich am Montag bei den Vereinten Nationen auf, wo am Dienstag die alljährliche UN-Generaldebatte beginnt. Der US-Präsident zählt zu den ersten Rednern vor der UN-Vollversammlung. Vor einem Jahr hatte er Kim in seiner Rede noch als "kleinen Raketenmann" verhöhnt und mit der "völligen Zerstörung" Nordkoreas gedroht. Darauf angesprochen sagte er nun, dies sei eine "sehr gefährliche Zeit" gewesen. "Jetzt haben wir ein Jahr später, eine ganz andere Zeit."

Trump und Kim hatten sich im Juni in Singapur erstmals getroffen. Südkoreas Präsident Moon sagte vergangene Woche nach einem Treffen mit Kim, dieser strebe ein zweites Treffen mit Trump an. Das Weiße Haus hatte bereits am 10. September mitgeteilt, die Vorbereitungen für einen zweiten Gipfel liefen bereits.

Bei dem dritten Gipfeltreffen zwischen Moon und Kim vergangene Woche war wieder Bewegung in die Verhandlungen über eine Denuklearisierng der koreanischen Halbinsel gekommen. Kim sagte die Schließung der Raketentestanlage Tongchang Ri zu und stellte bei Entgegenkommen der USA auch eine Schließung der wichtigen Atomanlage Yongbyon in Aussicht. Im Verlauf des Sommers hatte sich die US-Regierung zunehmend unzufrieden mit Nordkorea gezeigt und eine Reise von Außenminister Mike Pompeo nach Nordkorea abgesagt.


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