23.09.2018, 03:06 Uhr

Genf (AFP) Schweizer entscheiden in Referenden über Burka-Verbot und Ernährungssicherheit

Mit Burka in Lugano. Quelle: AFP/Archiv/FABRICE COFFRINI (Foto: AFP/Archiv/FABRICE COFFRINI)Mit Burka in Lugano. Quelle: AFP/Archiv/FABRICE COFFRINI (Foto: AFP/Archiv/FABRICE COFFRINI)

In der Schweiz treffen die Bürger bei Volksabstimmungen am Sonntag Entscheidungen zum muslimischen Gesichtsschleier sowie zu Fragen der Ernährung und Landwirtschaft. Für hitzige Debatten sorgte im Vorfeld das nur im Kanton St. Gallen stattfindende Referendum über ein Burka-Verbot. Demnach soll dort jede Art der öffentlichen Gesichtsverhüllung verboten werden. Der Kanton hatte 2017 ein solches Gesetz verabschiedet. Linke Parteien wollen es nun mit dem Referendum zu Fall bringen.

In der Schweiz treffen die Bürger bei Volksabstimmungen am Sonntag Entscheidungen zum muslimischen Gesichtsschleier sowie zu Fragen der Ernährung und Landwirtschaft. Für hitzige Debatten sorgte im Vorfeld das nur im Kanton St. Gallen stattfindende Referendum über ein Burka-Verbot. Demnach soll dort jede Art der öffentlichen Gesichtsverhüllung verboten werden. Der Kanton hatte 2017 ein solches Gesetz verabschiedet. Linke Parteien wollen es nun mit dem Referendum zu Fall bringen.

In der gesamten Schweiz wird über zwei Initiativen im Bereich Ernährung und Landwirtschaft abgestimmt. Die "Fair Food"-Initiative fordert ein größeres Angebot an umweltschonend, tierfreundlich und fair hergestellten Lebensmitteln. Entsprechende Standards sollen auch für importierte Waren gelten. Das Referendum zur "Ernährungssouveränität" hat zum Ziel, die lokale, vielfältige, gentechnikfreie und nachhaltige Landwirtschaft zu fördern. Das Moratorium für gentechnisch veränderte Lebensmittel soll in ein komplettes Verbot umgewandelt werden. Unterstützt werden die Initiativen von der Schweizer Agrarlobby. Kritiker warnen vor Preissteigerungen.


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