21.09.2018, 08:15 Uhr

Mainz (AFP) CSU verharrt auch nach Kampfansage auf Parteitag im Umfragetief

Wahlplakate in Bayern. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Matthias Balk (Foto: dpa/AFP/Archiv/Matthias Balk)Wahlplakate in Bayern. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Matthias Balk (Foto: dpa/AFP/Archiv/Matthias Balk)

ZDF-Politbarometer sieht AfD nur noch knapp zweistellig - Grüne bei 18 Prozent

Die CSU verharrt auch nach ihrem Parteitag im Umfragetief. Ein am Freitag veröffentlichtes ZDF-"Politbarometer" sieht die derzeit allein regierenden Christsozialen drei Wochen vor der bayerischen Landtagswahl bei 35 Prozent und damit auf einem historischen Tiefstand. Mit einer Reihe von Kampfansagen hatte die Partei von Ministerpräsident Markus Söder auf ihrem Parteitag am vergangenen Samstag eigentlich eine Trendwende einleiten wollen.

Dem "Politbaromter" zufolge steigt derweil die Zustimmung zu den bayerischen Grünen weiter, sie befinden sich mit 18 Prozent auf einem Rekordhoch. Die SPD kann sich im Vergleich zu anderen Umfragen leicht erholen und wäre mit 13 Prozent Zustimmung drittstärkste Kraft. Es folgen die Freien Wähler mit elf Prozent. Die noch vor der Sommerpause mit ähnlichen Werten wie Grüne und SPD gemessene AfD verliert in Bayern hingegen weiter an Zustimmung und ist mit zehn Prozent nur noch knapp zweistellig.

Um den Einzug ins Maximilianeum zittern muss mit fünf Prozent die FDP, die Linke kommt im "Politbarometer" auf vier Prozent. In dieser Konstellation wären rechnerisch nur Zweierregierungen aus CSU und Grünen und CSU und SPD möglich. Bei der Frage nach dem gewünschten Ministerpräsidenten liegt Söder mit 50 Prozent zu 26 Prozent vor SPD-Herausforderin Natascha Kohnen und mit 42 Prozent zu 19 Prozent vor Ludwig Hartmann von den Grünen.

Der Umfrage zufolge ist in Bayern Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beliebter als Söder und auch CSU-Chef Horst Seehofer. Auf einer Skala von minus fünf bis plus fünf erreicht Merkel einen Wert von 0,6. Söder kommt auf 0,3, Seehofer auf einen Negativwert von minus 0,6. Die Forschungsgruppe Wahlen befragte von Montag bis Mittwoch 1114 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte in Bayern.


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