19.09.2018, 13:49 Uhr

Salzburg (AFP) Tusk: London muss Pläne für irische Grenze nach Brexit überarbeiten

EU-Ratspräsident Tusk. Quelle: AFP/Ben STANSALL (Foto: AFP/Ben STANSALL)EU-Ratspräsident Tusk. Quelle: AFP/Ben STANSALL (Foto: AFP/Ben STANSALL)

EU-Ratspräsident schlägt Sondergipfel im November vor

EU-Ratspräsident Donald Tusk hat die britische Regierung aufgefordert, in den Brexit-Verhandlungen Zugeständnisse zu machen. Zwar gebe es "eine positive Entwicklung" auf britischer Seite etwa bei der Bereitschaft, nach dem EU-Austritt "eng im Bereich von Sicherheit und Außenpolitik" zusammenzuarbeiten, sagte Tusk vor Beginn des EU-Gipfels am Mittwoch in Salzburg. Bei anderen Fragen wie der künftigen Grenze zu Irland und der Wirtschaftszusammenarbeit müsse London seine Pläne aber "überarbeiten".

Tusk betonte, dass die Brexit-Verhandlungen nun "in die entscheidende Phase" gingen. Zwar gebe es "heute vielleicht mehr Hoffnung" auf einen Abschluss, "aber es gibt sicherlich immer weniger Zeit". Ziel sei es, die Verhandlungen über den Austrittsvertrag im Herbst abzuschließen. Er werde deshalb den Staats- und Regierungschefs einen Sondergipfel Mitte November vorschlagen.

Der Gipfel beginnt am Abend. Die EU-Staats- und Regierungschefs beraten dann zunächst über die Flüchtlingsfrage. Am Ende des Abendessens am Mittwoch wird die britische Premierministerin Theresa May ihre Sicht der Dinge bei den Brexit-Verhandlungen schildern. Die anderen 27 EU-Staaten beraten dann am Donnerstagmittag über den möglichen Sondergipfel im November.


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