18.09.2018, 14:19 Uhr

Raleigh (AFP) An US-Ostküste drohen weiter gefährliche Überschwemmungen

Suche nach Sturmopfern in North Carolina. Quelle: AFP/Alex EDELMAN (Foto: AFP/Alex EDELMAN)Suche nach Sturmopfern in North Carolina. Quelle: AFP/Alex EDELMAN (Foto: AFP/Alex EDELMAN)

Zahl der Toten auf 31 gestiegen

Der sturmgeplagten US-Ostküste drohen nach dem Durchzug des Hurrikans "Florence" weiter gefährliche Überschwemmungen. Der Gouverneur von North Carolina, Roy Cooper, warnte evakuierte Bürger am Montag davor, zu früh in ihre Häuser zurückzukehren. Immer noch träten Flüsse über die Ufer. Die Zahl der Toten stieg auf 31.

Im Bundesstaat North Carolina seien 25 Menschen ums Leben gekommen, teilten die Katastrophenschutzbehörden am Montagabend mit. Im benachbarten South Carolina starben sechs Menschen.

Ein Todesopfer wurde zudem im Bundesstaat Virginia gemeldet: Nach Angaben der Rettungskräfte starb ein Mann, als ein Gebäude während des Unwetters einstürzte. Es war aber unklar, ob der Todesfall in direktem Zusammenhang mit dem Sturm stand.

Nach den schweren Regenfällen würden im ganzen Bundesstaat North Carolina immer noch Flüsse über die Ufer treten, sagte Cooper vor Journalisten. "Dies ist eine monumentale Katastrophe für unseren Staat". Viele Straßen drohten immer noch überschwemmt zu werden, sagte Cooper und warnte evakuierte Bewohner von North Carolina davor, zu früh in ihre Häuser zurückzukehren.

Der Badeort Wilmington in North Carolina war durch die Straßenüberflutungen weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Rettungsteams schafften es trotzdem, mit Lkws Nahrung und Wasser in die Stadt zu bringen. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde wurden 23 Lastwagenladungen Fertiggerichte und Kisten voller Wasser nach Wilmington geliefert.

In der besonders betroffenen Stadt New Bern bildeten hunderte Bewohner eine lange Warteschlange, als ein örtlicher Supermarkt gegrillte Hühnchen und Hamburger verteilte.

Heimatschutzministerin Kirstjen Nielsen besuchte North Carolina am Montag. Sie sprach über die Sicherheitsmaßnahmen und besichtigte überflutete Gebiete. Auch US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, die von "Florence" betroffenen Gebiete in dieser Woche zu besuchen. Ein Termin stand bislang aber nicht fest.

"Florence" war am Freitag als Hurrikan der Kategorie 1 auf die Südostküste der USA getroffen und wird inzwischen als tropisches Tiefdruckgebiet eingestuft. Die Behörden warnen weiterhin vor den Gefahren durch den Sturm, darunter Überschwemmungen, mögliche Dammbrüche und Erdrutsche.


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