17.09.2018, 12:46 Uhr

Köln (AFP) Kölner Dom soll in kommender Woche zum "Leuchtturm des Friedens" werden

Kölner Dom. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Oliver Berg (Foto: dpa/AFP/Archiv/Oliver Berg)Kölner Dom. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Oliver Berg (Foto: dpa/AFP/Archiv/Oliver Berg)

Illumination mit Bewegtbildern will Zeichen für friedliches Miteinander setzen

Der Kölner Dom soll in der kommenden Woche zum "Leuchtturm des Friedens" werden: 100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs werden 19 Projektoren zum ersten Mal in der Geschichte der Kathedrale eine musikalisch untermalte Bewegtbild-Illumination auf deren Südfassade werfen, wie das Metropolitankapitel am Montag mitteilte. Die Aktion will auch ein Zeichen gegen Hass und Hetze in der aktuellen gesellschaftlichen Debatte setzen.

Das Projekt ist Teil der Domwallfahrt, die von Donnerstag bis Sonntag kommender Woche stattfindet. Die Illumination der Kathedrale findet findet in der kommenden Woche an fünf Abenden statt. Zum Auftakt am Mittwoch wird unter anderem Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) als Redner erwartet, der auch Schirmherr der Aktion ist.

Dompropst Gerd Bachner erklärte, die diesjährige Domwallfahrt und die Domillumination sollten an das Ende des Ersten Weltkriegs erinnern und zugleich "ein grundsätzliches Plädoyer für ein friedliches Miteinander" sein. "Wenn wir die aktuellen Medienberichte verfolgen, muss es uns alarmieren, dass Hass und Hetze in manchen Teilen Deutschlands wieder den Ton bestimmen."

Deshalb solle die Prominenz des Kölner Doms als Deutschlands bekanntestes Gotteshaus genutzt werden, "um eine deutliche Botschaft in die Welt zu senden", betonte Bachner. Deutschland stehe gegen Hass, für ein friedliches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen sowie für den Frieden.


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