16.09.2018, 00:12 Uhr

Berlin (AFP) Braunkohlegegner wehren sich weiter gegen Räumung des Hambacher Forsts

Einsatzkräfte im Hambacher Forst . Quelle: dpa/AFP/Christophe Gateau (Foto: dpa/AFP/Christophe Gateau)Einsatzkräfte im Hambacher Forst . Quelle: dpa/AFP/Christophe Gateau (Foto: dpa/AFP/Christophe Gateau)

34 Festnahmen und neun Verletzte - Aktivisten verschanzen sich in Erdloch

Bei der Räumung des Hambacher Forsts treffen die Einsatzkräfte weiter auf erbitterten Widerstand von Braunkohlegegnern. Am Samstag seien 34 Aktivisten festgenommen worden, teilte die Aachener Polizei mit. Zudem seien 62 Platzverweise erteilt worden. Neun Menschen wurden den Angaben zufolge leicht verletzt worden. In einem Baumhaus betonierten mehrere Umweltschützer laut Polizei ihre Hände ein.

Die Feuerwehr bemühte sich derweil um die Rettung von zwei Aktivisten, die sich in einem Erdloch verschanzt haben. Aufgrund der erhöhten Konzentration von Kohlenstoffdioxid leiteten die Einsatzkräfte frische Luft in den Schacht, der zudem "stark einsturzgefährdet" sei.

Am Samstagmorgen besetzten Braunkohlegegner außerdem drei Bagger und zwei Förderbänder im nahegelegenen Kraftwerk Niederaußem. Nach wenigen Stunden wurde die Blockade beendet.

Der Hambacher Forst war in den vergangenen Monaten zum Symbol für den Kampf von Umweltschützern gegen die Kohleverstromung geworden. Ein Teil des zwischen Aachen und Köln gelegenen Waldgebiets ist seit geraumer Zeit von Klimaaktivisten besetzt. Der Energiekonzern RWE will ab Mitte Oktober einen weiteren Teil des Waldes roden, um seinen angrenzenden Braunkohletagebau zu erweitern. Am Donnerstag wurde in dem Waldgebiet mit der Räumung von Baumhäusern begonnen


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