31.08.2018, 10:55 Uhr

Berlin (AFP) Maas reist am Mittwoch zu Antrittsbesuch in die Türkei

Maas reist kommende Woche in die Türkei. Quelle: AFP/Archiv/ALEX HALADA (Foto: AFP/Archiv/ALEX HALADA)Maas reist kommende Woche in die Türkei. Quelle: AFP/Archiv/ALEX HALADA (Foto: AFP/Archiv/ALEX HALADA)

Unter anderem Besuch deutscher Schule in Istanbul geplant

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) reist am Mittwoch zum ersten Besuch seit seiner Amtsübernahme in die Türkei. Wie das Auswärtige Amt am Freitag in Berlin mitteilte, will Maas in Ankara mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu zusammentreffen. Dabei solle es unter anderem um Fragen der bilateralen Beziehungen sowie um internationale Fragen gehen, darunter auch der Syrien-Konflikt.

Für Donnerstag ist demnach ein gemeinsamer Besuch der beiden Außenminister in der deutschen Schule in Istanbul geplant. Das traditionsreiche deutsch-türkische Gymnasium gilt als Elite-Gymnasium mit ausgezeichnetem Ruf. Dort unterrichtende deutsche Lehrer werden von Deutschland bezahlt. Die Schule feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen.

Die Visite von Maas erfolgt im Vorfeld des Ende September geplanten Deutschland-Besuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sowie inmitten wirtschaftlicher Turbulenzen in der Türkei. Die türkische Lira war in den vergangenen Wochen und Monaten massiv abgestürzt.

Die deutsch-türkischen Beziehungen werden durch Inhaftierungen auch deutscher Staatsbürger sowie generell durch türkische Repressionen gegen Regierungskritiker seit geraumer Zeit belastet. Derzeit befinden sich nach Angaben der Sprecherin des Auswärtigen Amtes 50 deutsche Staatsangehörige in türkischer Haft. Sieben davon sind seit dem Putschversuch mutmaßlich aus politischen Gründen im Gefängnis. Weitere 35 Deutsche dürfen demnach das Land aufgrund von Ausreisesperren nicht verlassen, die meisten aufgrund politischer Tatvorwürfe.

Das Auswärtige Amt arbeite "an allen Fällen intensiv", sagte die Sprecherin weiter. Sie betonte auch, das Verhältnis zur Türkei sei aus Sicht von Maas "ein sehr Wichtiges".


0 Kommentare