31.08.2018, 06:41 Uhr

Chemnitz (AFP) Familienministerin Giffey legt Blumen für getöteten 35-jährigen Chemnitzer nieder

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) in Chemnitz. Quelle: dpa/AFP/Sebastian Kahnert (Foto: dpa/AFP/Sebastian Kahnert)Familienministerin Franziska Giffey (SPD) in Chemnitz. Quelle: dpa/AFP/Sebastian Kahnert (Foto: dpa/AFP/Sebastian Kahnert)

SPD-Politikerin trifft anschließend Vertreter der Zivilgesellschaft

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat am Freitagmorgen in Chemnitz des 35-jährigen Mannes gedacht, dessen gewaltsamer Tod zu Ausschreitungen geführt hatte. Giffey legte Blumen an dem Ort in der sächsischen Stadt nieder, an dem der Mann niedergestochen worden war, wie das Familienministerium im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Anschließend wolle sie Vertreter der Zivilgesellschaft treffen.

"Mir war klar, dass ich herkommen muss - um zu hören, was Sie brauchen in Ihrem so wichtigen Einsatz für Demokratie und Zusammenhalt", erklärte Giffey. Sie ist das erste Mitglied der Bundesregierung, das nach den Vorfällen von Chemnitz die Stadt besucht.

Am Vorabend hatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei einem Besuch in der Stadt um Vertrauen in die staatliche Ordnung geworben. "Der Grundsatz unseres Zusammenlebens ist Demokratie und Rechtsstaatlichkeit", sagte Kretschmer am Donnerstagabend zum Auftakt eines schon länger geplanten Bürgergesprächs.

Die Veranstaltung wurde von einer neuen Kundgebung der rechtsextremen Organisation Pro Chemnitz begleitet - die Polizei registrierte mindestens acht Straftaten. Für das Wochenende sind erneut Kundgebungen angekündigt, sowohl von Rechtsextremen als auch von einem Bürgerbündnis, das sich unter dem Motto "Herz statt Hetze" gegen Fremdenfeindlichkeit wendet.


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