30.08.2018, 07:15 Uhr

Düsseldorf (AFP) Bericht: 41 Prozent der Neueinstellungen sind befristet

Arbeiter auf einer Baustelle. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Sebastian Gollnow (Foto: dpa/AFP/Archiv/Sebastian Gollnow)Arbeiter auf einer Baustelle. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Sebastian Gollnow (Foto: dpa/AFP/Archiv/Sebastian Gollnow)

Junge Menschen unter 25 Jahren häufiger betroffen

Mehr als vier von zehn Arbeitnehmern, die eine neue Stelle antreten, werden befristet eingestellt. Insgesamt betraf dies im vergangenen Jahr 41 Prozent der Neueinstellungen, wie die "Rheinische Post" am Donnerstag aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion berichtete. Frauen werden demnach häufiger nur auf Zeit eingestellt als Männer - hier sind 45 Prozent betroffen. Jungen Menschen unter 25 Jahre werden zu 46 Prozent befristet eingestellt.

Weniger als die Hälfte der Arbeitnehmer, die nur über einen Zeitvertrag verfügen, werden später übernommen. Die innerbetriebliche Übernahmequote liegt bei 42 Prozent. "Sichere und gute Arbeit hat auch in dieser großen Koalition keine Lobby - gerade jungen Menschen und Frauen wird eine planbare, sichere Zukunft verwehrt", kritisierte  Susanne Ferschl, Vize-Chefin der Linksfraktion im Bundestag. Es sei höchste Zeit, Befristungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren und sachgrundlose Befristungen ganz zu verbieten, forderte sie.


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