29.08.2018, 23:07 Uhr

Washington (AFP) Trump will an Aussetzung von Manövern mit Südkorea festhalten

Donald Trump. Quelle: AFP/MANDEL NGAN (Foto: AFP/MANDEL NGAN)Donald Trump. Quelle: AFP/MANDEL NGAN (Foto: AFP/MANDEL NGAN)

Verteidigungsminister Mattis hatte sich zuvor gegenteilig geäußert

US-Präsident Donald Trump will an der Aussetzung der Militärmanöver mit dem Verbündeten Südkorea auf der koreanischen Halbinsel festhalten. Es gebe "derzeit keinen Grund, große Summen für gemeinsame Kriegsspiele der USA und Südkoreas auszugeben", schrieb Trump am Mittwochabend im Kurzbotschaftendienst Twitter. Zugleich betonte er, dass er sie jederzeit wieder anordnen könne, sollte er dies für notwendig halten.

US-Verteidigungsminister James Mattis hatte erst am Dienstag erklärt, die USA behielten sich die Wiederaufnahme der Übungen vor. Es gebe "keine Pläne, weitere Manöver auszusetzen", sagte Mattis. Allerdings gebe es auch noch keine konkreten Pläne für neue Manöver.

Trump hatte bei seinem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un am 12. Juni überraschend angekündigt, die von Nordkorea stets scharf kritisierten Manöver zu "beenden". Die USA könnten dadurch "eine enorme Menge Geld sparen", hatte er in Singapur gesagt.

Damit kam Trump der Regierung in Pjöngjang entgegen, die seit langem ein Ende der regelmäßigen Manöver forderte. Den Verbündeten Südkorea hatte der US-Präsident zuvor offenbar nicht eingeweiht. Für Verwunderung hatte auch gesorgt, dass Trump die Übungen als "provozierend" bezeichnet hatte. Dieser Begriff wurde bislang von Nordkorea verwendet.


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