29.08.2018, 16:13 Uhr

Washington (AFP) Trump verkündet Abschied seines Rechtsberaters McGahn

Trumps Rechtsberater Don McGahn. Quelle: AFP/Archiv/JIM WATSON (Foto: AFP/Archiv/JIM WATSON)Trumps Rechtsberater Don McGahn. Quelle: AFP/Archiv/JIM WATSON (Foto: AFP/Archiv/JIM WATSON)

Jurist soll Weißes Haus im Herbst verlassen - McGahn hatte mit Mueller kooperiert

US-Präsident Donald Trump hat den baldigen Abschied seines Rechtsberaters Don McGahn aus dem Weißen Haus verkündet. McGahn werde seinen Posten im Herbst verlassen, kurz nach der geplanten Bestätigung des konservativen Juristen Brett Kavanaugh als Richter am Obersten Gericht, schrieb Trump am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er habe mit McGahn jahrelang zusammengearbeitet und dessen Dienste "wirklich geschätzt". Den Grund für den Abgang von McGahn nannte Trump nicht.

Unlängst hatte die "New York Times" berichtet, McGahn habe "umfangreich" mit dem Sonderermittler in der Russlandaffäre, Robert Mueller, kooperiert. Demnach unterzog sich Trumps Rechtsberater mindestens drei Befragungen von einer Länge von insgesamt 30 Stunden.

In den Befragungen sei es um die mutmaßliche Behinderung der Ermittlungen durch den US-Präsidenten gegangen. McGahn habe sich dabei unter anderem auf eine Reihe von aktuellen oder früheren Mitarbeitern des Weißen Hauses berufen. Überdies habe sich McGahn zu den mutmaßlichen Versuchen von Trump geäußert, Sonderermittler Mueller zu entlassen. Auch habe er über die Hintergründe der Entlassung des früheren FBI-Chefs James Comey gesprochen.

Zwar betonte Trump, er habe seinem Rechtsberater und weiteren Mitarbeitern des Weißen Hauses die Zusammenarbeit mit Mueller gestattet und den Ermittlern sogar noch Dokumente geliefert. Allerdings war es laut "New York Times" unklar, ob Trump über den Umfang von McGahns Kooperation Bescheid wusste.

Mueller untersucht die mutmaßlichen russischen Einmischungen zugunsten Trumps in den Wahlkampf 2016 und mögliche diesbezügliche Absprachen zwischen Trump-Mitarbeitern und Moskau. Mueller untersucht auch, ob Trump nach seinem Amtsantritt versucht hat, die Ermittlungen dazu zu behindern.

Der US-Präsident weist die Vorwürfe entschieden zurück. Trump bezeichnet die Ermittlungen als "Hexenjagd".


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