29.08.2018, 09:36 Uhr

Berlin (AFP) Bundesregierung will bahnbrechenden Ideen zum "Markterfolg" verhelfen

Die Bundesregierung will wagemutigen Innovationen einen Schub verleihen. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Henning Kaiser (Foto: dpa/AFP/Archiv/Henning Kaiser)Die Bundesregierung will wagemutigen Innovationen einen Schub verleihen. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Henning Kaiser (Foto: dpa/AFP/Archiv/Henning Kaiser)

"Sprunginnovationen" sollen künftig leichter in Produkte und Arbeitsplätze münden

Wagemutige Forschungs- und Entwicklungsprojekte sollen in Deutschland künftig leichter auf den Weg gebracht werden können - und dann auch tatsächlich zu neuen Produkten oder Dienstleistungen führen. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch die Gründung einer Agentur zur Förderung sogenannter Sprunginnovationen. Sie soll Erfindern finanzielle Mittel und Freiräume eröffnen, ihre bahnbrechenden Ideen auch tatsächlich zur Anwendung zu bringen - etwa im Bereich Künstliche Intelligenz (KI), in der medizinischen Forschung oder bei neuen Formen der Mobilität.

"Von der Idee zum Markterfolg - das muss auch in Deutschland Realität werden, nicht nur im Silicon Valley oder in Asien", erklärte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). "Zahlreiche Erfindungen, die völliges Neuland eröffnen und ganze Märkte umkrempeln können, sind in Deutschland entstanden, scheitern jedoch häufig noch in der Anwendung."

Als Sprunginnovationen werden Erneuerungen bezeichnet, die im Gegensatz zum schrittweisen Betreten von Neuland einen revolutionären oder auch disruptiven Charakter haben - und damit das Potenzial, eine bestehende Technik zu ersetzen.

"Innovationen sind eine Lebensversicherung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft", erklärte Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU). Um den Wohlstand und die Lebensqualität dauerhaft auf hohem Niveau zu halten, seien "mehr Mut", mehr Zuversicht und der feste Wille nötig, neue Wege zu gehen. Die beiden Ministerien hatten die Kabinettsvorlage gemeinsam eingebracht.

Konkret sollen für die Agentur zeitlich befristet sogenannte Innovationsmanager arbeiten, die nach Angaben der Bundesregierung "besondere Handlungsfreiräume" genießen. Sie können demnach Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit Sprunginnovationspotenzial "von der Idee möglichst bis hin zur Anwendung auswählen, steuern und - je nach Projektverlauf - beenden oder fortsetzen". Umgesetzt werden sollen die Vorhaben dann von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen.


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