29.08.2018, 13:20 Uhr

Flensburg (AFP) Mit Messern bewaffneter Mann vor Polizeirevier in Flensburg angeschossen

Der Tatort vor der Polizeiwache. Quelle: dpa/AFP/Benjamin Nolte (Foto: dpa/AFP/Benjamin Nolte)Der Tatort vor der Polizeiwache. Quelle: dpa/AFP/Benjamin Nolte (Foto: dpa/AFP/Benjamin Nolte)

44-Jähriger schneidet sich in den Bauch - Einsatz von Pfefferspray wirkunglos

Vor einer Polizeiwache in Flensburg haben Polizisten am Mittwoch einen mit Messern bewaffneten Mann angeschossen. Er habe sich nach ersten Erkenntnissen "in einem psychischen Ausnahmezustand" befunden, durch Schnitte in den Bauch selbst schwer verletzt und sei danach bedrohlich auf Beamte zugegangen, teilte die Polizei in der schleswig-holsteinischen Stadt mit.

Ein Polizist schoss dem 44-Jährigen demnach ins Bein. Er kam in ein Krankenhaus, wo er wegen seiner selbst zugefügten Bauchverletzungen mehrere Stunden notoperiert wurde. Danach war sein Zustand stabil.

Passanten hatten den Beamten am Morgen über Notruf gemeldet, dass sich ein Mann auf der Straße vor dem Polizeirevier entkleiden und aggressiv verhalten würde. Die Einsatzkräfte trafen dort auf den Mann, der mit freiem Oberkörper mit Küchenmessern in beiden Händen hantierte. Den Ermittlungen zufolge verletzte er sich damit selbst und richtete sich dann aggressiv gegen die Beamten.

Auf Aufforderungen reagierte der Mann laut Polizei nicht, selbst der Einsatz von Pfefferspray zeigte keine Wirkung. Deshalb schoss ein Beamter. Was den Mann in den Zustand versetzte, war zunächst noch unklar. Einen islamistischen Hintergrund schlossen die Ermittler aus.


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