28.08.2018, 08:27 Uhr

Wiesbaden (AFP) Behörden erkennen 2017 knapp 22.000 berufliche Abschlüsse aus dem Ausland an

Ausbildung als Arzt im Ausland wird in Deutschland oft anerkannt. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Patrick Seeger (Foto: dpa/AFP/Archiv/Patrick Seeger)Ausbildung als Arzt im Ausland wird in Deutschland oft anerkannt. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Patrick Seeger (Foto: dpa/AFP/Archiv/Patrick Seeger)

Steigerung um 14 Prozent - Vor allem Gesundheitsberufe

Deutsche Behörden haben im vergangenen Jahr den beruflichen Abschluss von knapp 22.000 Ausländern anerkannt. Das waren knapp 14 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Die meisten von ihnen arbeiten in Gesundheitsberufen, etwa als Krankenpfleger, Arzt oder Physiotherapeut. Am häufigsten stellten Syrer einen Antrag auf Anerkennung des Berufsabschlusses, gefolgt von Menschen aus Bosnien-Herzegowina und aus Serbien.

Insgesamt bearbeiteten die für die Anerkennung zuständigen Stellen im vergangenen Jahr rund 31.100 Anerkennungsverfahren, darunter 25.000 Neuanträge, wie die Statistiker mitteilten. Zu 8000 dieser laufenden Anträge war demnach Ende 2017 noch keine Entscheidung gefallen.

13.600 Anträge wurden laut Statistik als vollständig, 8200 Anträge als eingeschränkt gleichwertig beschieden - insgesamt also 21.800. Negativ beschieden wurden 470 Anträge. Die Angaben stammen aus der amtlichen Datenerhebung auf Grundlage des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes, das die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse regelt.

Die Anerkennungsverfahren von in der Europäischen Union erworbenen Abschlüssen sank 2017 gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent, wie die Statistiker mitteilten. Die Zahl der Verfahren für Berufsabschlüsse aus dem übrigen europäischen Ausland erhöhte sich dagegen um 31 Prozent, aus dem außereuropäischen Ausland um 36 Prozent.

Am häufigsten waren demnach Anträge von Menschen mit einer in Syrien abgeschlossenen Berufsausbildung (3600). Ihre Zahl nahm gegenüber 2015 um 80 Prozent zu. Dahinter folgen Anerkennungsverfahren zu Abschlüssen aus Bosnien-Herzegowina (3100) und Serbien (2400).


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