23.08.2018, 10:09 Uhr

Hamburg (AFP) Hamburger Polizei veröffentlicht erneut Bilder mutmaßlicher G20-Randalierer

Barrikaden im Schanzenviertel. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Markus Scholz (Foto: dpa/AFP/Archiv/Markus Scholz)Barrikaden im Schanzenviertel. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Markus Scholz (Foto: dpa/AFP/Archiv/Markus Scholz)

70 neue Fahndungen nach Verdächtigen - Schwere Krawalle vor einem Jahr

Mehr als ein Jahr nach den Krawallen rund um den G20-Gipfel in Hamburg hat die Polizei erneut zahlreiche Bilder unbekannter mutmaßlicher Randalierer veröffentlicht. Die Staatsanwaltschaft habe bei Gericht weitere 70 Beschlüsse für Öffentlichkeitsfahndungen erwirkt, teilten die Beamten am Donnerstag mit. Es ist die dritte derartige Maßnahme, davor waren schon Fotos von 208 Verdächtigen veröffentlicht worden. 59 davon wurden bislang identifiziert.

Die Bilder stammen aus der Auswertung von Überwachungskameras oder auch Smartphoneaufnahmen, die während der Ausschreitungen entstanden und von der Polizei gesammelt und analysiert werden. Sie sind auf der Internetseite der Hamburger Polizei zu sehen.

Während des G20-Gipfels in Hamburg hatte es Ende Juli 2017 tagelang schwere Krawalle gegeben. Randalierer aus dem In- und Ausland lieferten sich heftige Straßenschlachten mit der Polizei, plünderten einige Geschäfte und zündeten Autos an.

Die von der Polizei gegründete Sonderkommission "Schwarzer Block" führt deshalb nach eigenen Angaben mehr als 3400 Ermittlungsverfahren. Die meisten davon richten sich gegen derzeit noch unbekannte Tatverdächtige.


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