22.08.2018, 07:04 Uhr

Berlin (AFP) Bauernpräsident spricht bei Dürreschäden von "nationalem Ereignis"

Bauernpräsident Rukwied. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Arne Dedert (Foto: dpa/AFP/Archiv/Arne Dedert)Bauernpräsident Rukwied. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Arne Dedert (Foto: dpa/AFP/Archiv/Arne Dedert)

Regierung will sich zu möglichen Hilfen des Bundes äußern

Bauernpräsident Joachim Rukwied sieht durch die anhaltende Dürre Landwirte in ganz Deutschland betroffen und fordert von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) das Ausrufen des Notstands. "Das ist ein nationales Ereignis", sagte Rukwied am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". Denjenigen Betrieben, die Ernteeinbußen von über 30 Prozent hätten, müsse geholfen werden. "Wir wollen keine Hilfe mit der Gießkanne, sondern dort, wo sie notwendig ist." Es gehe um Existenzen, die gesichert werden müssten.

Angesichts der anhaltenden Trockenheit und Hitze berät das Kabinett am Mittwoch über mögliche Hilfen für betroffene Landwirte. Eigentlich sind für Hilfsmaßnahmen bei Extremwetterereignissen die Länder zuständig, bei Ereignissen von nationalem Ausmaß kann aber auch der Bund einspringen. Der Bauernverband hat bereits eine Milliarde Euro wegen Ernteausfällen gefordert.

Bei vielen Bauern sei die Stimmung derzeit "sehr schlecht", sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbands weiter. Die Ernte sei sehr unterdurchschnittlich ausgefallen. "Der Geldbeutel ist leer, das drückt die Stimmung", sagte Rukwied in der ARD. Der Verband stellt am Vormittag die Erntebilanz der Landwirte vor.


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