22.08.2018, 06:30 Uhr

Berlin (AFP) Regierung kritisiert Pünktlichkeitswerte der Deutschen Bahn

Reisende in Berlin. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Daniel Bockwoldt (Foto: dpa/AFP/Archiv/Daniel Bockwoldt)Reisende in Berlin. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Daniel Bockwoldt (Foto: dpa/AFP/Archiv/Daniel Bockwoldt)

Verkehrsministerium schlägt Taktfahrplan vor

In der Bundesregierung regt sich Kritik an der Pünktlichkeitsrate der Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn. "Ich bin sehr unzufrieden, wie das zurzeit läuft", sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), der "Welt" vom Mittwoch. "Das muss besser werden, und das wird es auch." Er kündigte eine Verbesserung der Pünktlichkeit unter anderem durch die Einführung eines "Taktfahrplans" an.

Das Konzept solle im Herbst vorgestellt werden und im ganzen Land gelten, sagte der Staatssekretär der Zeitung. Nach diesem Musterfahrplan fahren die Züge zu abgestimmten Zeiten in die Bahnhöfe ein und aus, so dass die Anschlüsse bequem und zuverlässiger erreicht werden können. Dabei gebe es auch Gespräche mit Dänemark und den Niederlanden, um zu sehen, "wie man Kopenhagen oder Amsterdam an das System anschließen kann". Einen Taktfahrplan gibt es zum Beispiel bereits in der Schweiz.

Die Bahn strebt im Fernverkehr an, dass vier von fünf Zügen (80 Prozent) pünktlich abfahren und ankommen. Die Bahn hatte zuletzt im Juli Zahlen veröffentlicht und eine negative Entwicklung bei der Pünktlichkeit vermeldet. Laut Konzernchef Richard Lutz erreichte die Pünktlichkeit im Fernverkehr zuletzt 77,4 Prozent. In den ersten vier Monaten 2018 lag die Quote bei 78,6 Prozent.


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