22.08.2018, 02:06 Uhr

Santiago de Chile (AFP) Deutsche und chilenische Regierungsvertreter beraten über Colonia Dignidad

Protest mit Fotos von Vermissten der Pinochet-Zeit. Quelle: AFP/Archiv/Martin BERNETTI (Foto: AFP/Archiv/Martin BERNETTI)Protest mit Fotos von Vermissten der Pinochet-Zeit. Quelle: AFP/Archiv/Martin BERNETTI (Foto: AFP/Archiv/Martin BERNETTI)

Eine Kommission aus deutschen und chilenischen Regierungsvertretern berät am Mittwoch in Santiago de Chile über Hilfsmaßnahmen für die Opfer der Deutschensiedlung Colonia Dignidad. Dort wurden zur Zeit der Militärdiktatur von Augusto Pinochet (1973-1990) Menschen vergewaltigt, gefoltert und getötet. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und sein chilenischer Kollege Roberto Ampuero hatten unlängst in Berlin erörtert, wie der Opfer zu gedenken sei und wie sie und ihre Angehörigen unterstützt werden können.

Eine Kommission aus deutschen und chilenischen Regierungsvertretern berät am Mittwoch in Santiago de Chile über Hilfsmaßnahmen für die Opfer der Deutschensiedlung Colonia Dignidad. Dort wurden zur Zeit der Militärdiktatur von Augusto Pinochet (1973-1990) Menschen vergewaltigt, gefoltert und getötet. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und sein chilenischer Kollege Roberto Ampuero hatten unlängst in Berlin erörtert, wie der Opfer zu gedenken sei und wie sie und ihre Angehörigen unterstützt werden können.

Derzeit halten sich auch Mitglieder der überparteilichen Bundestagskommission zur Umsetzung des Hilfskonzepts für die Opfer der Colonia Dignidad in Chile auf. Sie führten bereits Gespräche mit Betroffenen in der Colonia Dignidad, die heute unter dem Namen Colonia Baviera ein Tourismusareal im Süden Chiles ist. Treffen mit chilenischen Opferverbänden sind ebenfalls vorgesehen. Ziel der Reise ist es, den Prozess zur Aufarbeitung der grausamen Ereignisse in der von Deutschen in den 1960er Jahren gegründeten Sektensiedlung voranzutreiben und einen Hilfsfonds einzurichten.


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