21.08.2018, 21:13 Uhr

Alexandria (AFP) Trumps Ex-Wahlkampfmanager Manafort wegen Betrugs schuldig gesprochen

Paul Manafort im Juni bei seiner Ankunft vor Gericht. Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/MARK WILSON (Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/MARK WILSON)Paul Manafort im Juni bei seiner Ankunft vor Gericht. Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/MARK WILSON (Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/MARK WILSON)

Geschworene können sich in zehn der 18 Anklagepunkte nicht einigen

Der Ex-Wahlkampfchef von US-Präsident Donald Trump, Paul Manafort, ist wegen Steuer- und Bankenbetrugs schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen in dem Prozess in Alexandria gaben am Dienstag ihre Entscheidung zu insgesamt acht der 18 Anklagepunkte gegen Manafort bekannt. In den übrigen zehn Anklagepunkten erzielten sie keine Einigkeit. Es handelt sich um die erste Verurteilung im Zuge der Untersuchungen des US-Sonderermittlers in der Russlandaffäre, Robert Mueller.

Allerdings ging es in dem Verfahren nicht um Vorwürfe gegen Manafort hinsichtlich seiner Tätigkeit als Trumps Wahlkampfmanager im Jahr 2016. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vielmehr vor, ein "Lügengespinst" aufgebaut zu haben, um Millioneneinnahmen aus seiner Beratertätigkeit für russlandfreundliche Politiker in der Ukraine zwischen 2005 und 2014 zu verbergen - darunter der 2014 gestürzte Staatschef Viktor Janukowitsch.

Manafort versteckte der Staatsanwaltschaft zufolge mehrere Millionen Dollar auf 31 ausländischen Konten, insbesondere in Zypern, um den US-Steuerbehörden zu entgehen. Die Anklage stützte sich in ihren Ausführungen auch auf die Aussagen ihres wichtigsten Zeugen, Manaforts langjährigen Geschäftspartner Rick Gates. Dieser hatte unter anderem erklärt, er habe Manafort dabei geholfen, falsche Steuererklärungen einzureichen und die Existenz ausländischer Bankkonten geheimzuhalten.

Der Prozess vor einem Bundesgericht in Alexandria bei Washington hatte Ende Juli begonnen. Er war dann aber überraschend schnell zu Ende gegangen, weil die Verteidigung auf eine Befragung von Manafort verzichtete und auch keine eigenen Zeugen präsentierte. Den Antrag der Verteidigung, einige der 18 Anklagepunkte gegen Manafort fallen zu lassen, hatte Bundesrichter T.S. Ellis abgelehnt. Die Geschworenen hatten seit Donnerstag über ihr Urteil beraten.


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