20.08.2018, 10:50 Uhr

Oberpfaffenhofen (AFP) Alexander Gerst will kein "Superheld" sein

Alexander Gerst. Quelle: AFP/Archiv/STR (Foto: AFP/Archiv/STR)Alexander Gerst. Quelle: AFP/Archiv/STR (Foto: AFP/Archiv/STR)

Astronaut will Jugend mit seiner Arbeit inspirieren

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst will mit seiner Arbeit die Jugend inspirieren, aber kein "Superheld" sein. Er wolle jungen Menschen den "Raum der Möglichkeiten" zeigen, sagte Gerst am Montag auf der Internationalen Raumstation ISS in einem Livegespräch mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Ihm sei es dabei wichtig, dass die Jugend ihn "nicht als Superhelden, sondern als ganzen normalen Menschen" sehe.

Die jungen Menschen sollten sich denken: "Was der kann, kann ich schon lange." Es liege ihm sehr am Herzen, gerade junge Menschen mitzunehmen. Altmaier sprach vom Kontrollzentrum des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im bayerischen Oberpfaffenhofen aus mit Gerst. Die ISS flog zu dem Zeitpunkt gerade über Südostasien.

Das DLR nutzt die ISS-Mission von Gerst auch, um mit einem groß angelegten Programm Kinder für Forschung und Technik zu begeistern. In den kommenden Wochen sollen an 20 Orten in Deutschland Raumfahrtshows für insgesamt rund 20.000 Schüler stattfinden, wie das DLR mitteilte. Am 4. September ist an der Technischen Universität Berlin im Rahmen einer Veranstaltung auch ein Livegespräch mit Gerst auf der ISS geplant.

Der Astronaut wird dabei laut DLR auf der Station auch eine Zeitkapsel versiegeln. Darin befinden sich von 8000 Schülern aus ganz Deutschland formulierte Wünsche für die Zukunft. Die Kapsel darf erst in 50 Jahren wieder geöffnet werden. Im Rahmen der Veranstaltung in Berlin dürfen einige Kinder und Jugendliche auch Fragen stellen.

Gerst hatte am 8. Juni seinem zweiten Langzeitaufenthalt auf der Internationalen Raumstation angetreten. Der als Astro-Alex populär gewordene Raumfahrer wird bis Dezember auf der Station bleiben und im Oktober als erster Deutscher das Kommando auf der ISS übernehmen.


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