17.08.2018, 15:20 Uhr

Washington (AFP) Trump lässt Börsenaufsicht Abschaffung von Quartalsberichten prüfen

US-Präsident Donald Trump. Quelle: AFP/NICHOLAS KAMM (Foto: AFP/NICHOLAS KAMM)US-Präsident Donald Trump. Quelle: AFP/NICHOLAS KAMM (Foto: AFP/NICHOLAS KAMM)

US-Präsident befürwortet halb- statt vierteljährliche Mitteilungspflicht

US-Präsident Donald Trump hat die Börsenaufsicht SEC angewiesen, eine Abschaffung der vierteljährlichen Mitteilungspflicht für Unternehmen und stattdessen die Einführung halbjährlicher Berichte zu prüfen. Dies könne "größere Flexibilität" ermöglichen und Kosten senken, schrieb Trump am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er habe deshalb die SEC gebeten, dies zu untersuchen.

In Gesprächen mit einigen der Top-Wirtschaftsführer der Welt habe er gefragt, was die Geschäfte und die Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA "noch besser" machen könne, schrieb der US-Präsident. "Einer hat gesagt: 'Beende Quartalsberichte und wechsle zu einem sechsmonatigem System'", fügte Trump hinzu.

Die US-Börsenaufsicht SEC, die für die Kontrolle des Wertpapierhandels im Land verantwortlich ist, war 1934 während der Wirtschaftskrise nach dem folgenschweren Börsencrash von 1929 gegründet worden. Sie schreibt an der Börse gehandelten Unternehmen die regelmäßige Veröffentlichung von Geschäftsberichten vor, um die Öffentlichkeit über ihre Tätigkeiten und ihre finanzielle Lage zu informieren.

Die Rechtslage gesteht der SEC dabei allerdings bei der Schaffung von Regeln einen gewissen Spielraum zu. An der Spitze der SEC stehen üblicherweise fünf Kommissare, die vom Präsidenten vorgeschlagen werden. Aktuell sind nur vier der Posten besetzt, drei dieser Kommissare wurden von Trump ernannt.


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