08.08.2018, 19:58 Uhr

Washington (AFP) USA verhängen neue Russland-Sanktionen wegen Giftanschlags von Salisbury

Suche nach Überresten des Nervengifts Nowitschok. Quelle: AFP/Archiv/Ben STANSALL (Foto: AFP/Archiv/Ben STANSALL)Suche nach Überresten des Nervengifts Nowitschok. Quelle: AFP/Archiv/Ben STANSALL (Foto: AFP/Archiv/Ben STANSALL)

Strafmaßnahmen sollen in rund zwei Wochen in Kraft treten

Wegen des Giftanschlags auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter im englischen Salisbury verhängen die USA weitere Sanktionen gegen Russland. Wie das Außenministerium in Washington am Mittwoch mitteilte, sollen die Strafmaßnahmen in rund zwei Wochen in Kraft treten. Zur Art der Sanktionen machte die US-Regierung zunächst keine Angaben.

Skripal und seine Tochter waren Anfang März in England durch den Nervenkampfstoff Nowitschok schwer verletzt worden. Das seltene Gift war in der Sowjetunion entwickelt worden. Moskau bestreitet allerdings, für die Vergiftungen verantwortlich zu sein.

US-Außenamtssprecherin Heather Nauert erklärte nun jedoch, die US-Regierung sei zu dem Schluss gekommen, dass Russland "tödliche chemische oder biologische Waffen eingesetzt hat". Es ist nicht das erste Mal, dass die USA wegen des Anschlag auf Skripal und seine Tochter Sanktionen gegen Russland verhängen.

Bereits im März hatte die US-Regierung deswegen 60 russische Diplomaten ausgewiesen und das russische Konsulat in Seattle geschlossen. Die USA handelten damit im Gleichklang mit Großbritannien und mehr als zwei Dutzend weiteren Staaten, die ebenfalls russische Diplomaten auswiesen.

Moskau reagierte damals auf die US-Maßnahmen mit der Ausweisung von ebenfalls 60 Diplomaten sowie der Schließung des US-Konsulats in St. Petersburg. Die jetzige Ankündigung weiterer Sanktionen könnte rund vier Wochen nach dem Gipfel zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin die Beziehungen beider Länder erneut verschlechtern.


0 Kommentare