07.08.2018, 20:50 Uhr

Bogotá (AFP) Rechter Politiker Duque in Kolumbien ins Präsidentenamt eingeführt

Kolumbiens neuer Staatschef Iván Duque. Quelle: AFP/Archiv/JOAQUIN SARMIENTO (Foto: AFP/Archiv/JOAQUIN SARMIENTO)Kolumbiens neuer Staatschef Iván Duque. Quelle: AFP/Archiv/JOAQUIN SARMIENTO (Foto: AFP/Archiv/JOAQUIN SARMIENTO)

42-jähriger will "Korrekturen" an Friedensabkommen mit der Farc

In Kolumbien ist der im Juni gewählte rechtsgerichtete Politiker Iván Duque als neuer Präsident ins Amt eingeführt worden. Duque leistete am Dienstag in der Hauptstadt Bogotá bei einer öffentlichen Zeremonie auf dem Bolívar-Platz seinen Amtseid.

Sein Amtsantritt stellt das Friedensabkommen in Frage, mit dem sein Vorgänger Juan Manuel Santos den jahrzehntelangen Guerilla-Krieg mit den Farc-Rebellen beendet hatte. Der 42-jährige neue Präsident will "Korrekturen" durchsetzen. Er findet, dass die linken Farc-Rebellen in dem Abkommen zu milde davongekommen sind.

Duque strebt unter anderem Abstriche an der Amnestie für die Rebellen an. Seine Kritiker fürchten, dass der rechte Politiker die Guerilleros wieder in den Untergrund treiben könnte. Die Farc hatte ein halbes Jahrhundert lang gegen die Regierung in Bogotá gekämpft, mehr als 260.000 Menschen wurden getötet. Der scheidende Präsident Santos wurde für das Abkommen mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.


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