07.08.2018, 09:11 Uhr

Nürnberg (AFP) Zahl der offenen Stellen erreicht mit 1,2 Millionen neues Rekordhoch

Suche nach Verkäufern und Aushifen in Westerland auf Sylt. Quelle: dpa/AFP/Carsten Rehder (Foto: dpa/AFP/Carsten Rehder)Suche nach Verkäufern und Aushifen in Westerland auf Sylt. Quelle: dpa/AFP/Carsten Rehder (Foto: dpa/AFP/Carsten Rehder)

Die meisten freien Jobs in Westdeutschland - Vakanzrate aber im Osten höher

Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist im zweiten Quartal auf 1,21 Millionen und damit auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich die Zahl der freien Jobs um rund 115.000, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Dienstag mitteilte. Demnach waren mit 940.000 die meisten offenen Stellen in Westdeutschland zu vergeben, im Osten gab es 270.000.

Die sogenannte Vakanzrate, also das Verhältnis zwischen offenen Stellen und sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten, beträgt der Erhebung zufolge im Bundesdurchschnitt 2,8 Prozent. Dabei ist die Quote mit 3,2 Prozent in Osten höher als im Westen (2,7 Prozent).

Für viele Betriebe in Ostdeutschland sei es nicht einfach, ein konkurrenzfähiges Lohnniveau zu bieten, erklärte IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis. Zudem habe die jahrzehntelange Ost-West-Abwanderung von jungen Menschen ihre Spuren hinterlassen.

Allerdings ist die Zahl der Arbeitslosen je offene Stellen im Osten nach wie vor höher als im Westen. So gibt es in den neuen Bundesländern rechnerisch 2,1 Arbeitslose, in den alten Bundesländern entspricht die Zahl dem Bundesdurchschnitt von 1,9.

Das IAB der Bundesagentur für Arbeit wertete für seine Erhebung die Angaben von rund 9000 Arbeitgebern aus. Das gesamte Stellenangebot wird viermal im Jahr untersucht, auch jene Jobs, die den Arbeitsagenturen nicht gemeldet werden.


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