04.08.2018, 12:40 Uhr

Moskau (AFP) 18 Menschen sterben bei Hubschrauber-Absturz in Sibirien

Ein russischer Mi-8-Hubschrauber. Quelle: AFP/Archiv/DENIS SINYAKOV (Foto: AFP/Archiv/DENIS SINYAKOV)Ein russischer Mi-8-Hubschrauber. Quelle: AFP/Archiv/DENIS SINYAKOV (Foto: AFP/Archiv/DENIS SINYAKOV)

Unglück in Erdölregion nach Zusammenstoß mit weiterem Helikopter

In Russland sind beim Absturz eines Hubschraubers 18 Menschen ums Leben gekommen. Drei Mitglieder der Crew und 15 Passagiere an Bord der Maschine starben am frühen Samstagmorgen bei dem Unglück im Norden Sibiriens, wie das russische Verkehrsministerium mitteilte. Der Hubschrauber sollte demnach Arbeiter zu einer Öl-Plattform bringen, als er mit Transportgut eines anderen Hubschraubers kollidierte und abstürzte.

Der Zusammenstoß ereignete sich kurz nach dem Start des Helikopters vom Typ Mi-8. Der Hubschrauber sei ersten Informationen zufolge mit Arbeitsgeräten kollidiert, die an dem kurz zuvor gestarteten zweiten Hubschrauber hingen, teilte das Ministerium mit. Die Gründe für den Zusammenstoß blieben zunächst offen. Der zweite Hubschrauber, der keine Passagiere an Bord hatte, konnte dem Ministerium zufolge ohne Probleme landen. Die Wetterbedingungen seien zum Zeitpunkt des Unglücks "normal" gewesen.

Der Ort des Unglücks befindet sich auf den riesigen Erdölfelder von Wankor im Norden der Region Krasnojarsk. Die halbstaatliche russische Ölfirma Rosneft betreibt dort hunderte Ölbohranlagen. Diese liegen teils weit auseinander, weshalb die Arbeiter mit Hubschraubern zu ihren Schichten gebracht werden.

Der verunglückte Helikopter gehörte der russischen Fluggesellschaft Utair. Diese erklärte auf ihrer Website, die abgestürzte Maschine sei im Jahr 2010 gebaut worden. Der 1985 geborene Pilot verfügte demnach über reichlich Flugerfahrung: Er sei bereits knapp 6000 Stunden geflogen.

Dem russischen Verkehrsministerium zufolge wurde eine Untersuchungskommission zu dem Unglück eingerichtet. Überdies habe die Polizei Ermittlungen aufgenommen.

Unfälle von Hubschraubern und Kleinflugzeugen sind in Sibirien und im äußersten Nordosten Russlands keine Seltenheit. Im April stürzte ein Mi-8-Helikopter im Osten des Landes ab, sechs Menschen kamen dabei ums Leben. Im November 2017 starben sechs Insassen eins Flugzeugs bei einem Absturz in der Region Chabarowsk.


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