01.08.2018, 07:57 Uhr

Wolfsburg (AFP) Gewinn von Volkswagen steigt trotz Milliarden-Belastung durch Dieselkrise

Ein VW wird in Ruanda zusammengebaut. Quelle: AFP/Cyril NDEGEYA (Foto: AFP/Cyril NDEGEYA)Ein VW wird in Ruanda zusammengebaut. Quelle: AFP/Cyril NDEGEYA (Foto: AFP/Cyril NDEGEYA)

Mehr Fahrzeuge ausgeliefert als jemals zuvor

Der Volkswagenkonzern verliert in der Dieselkrise Milliarden - und macht trotzdem Rekordgewinne. Wie der Autobauer am Mittwoch mitteilte, stieg der Umsatz von 115,3 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2017 auf 119,4 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2018. Der Gewinn legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,1 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zu. Dabei kostete die Dieselkrise den Konzern allein zwischen März und Juni 1,6 Milliarden Euro.

"Die Umsatz- und Ergebniszuwächse sind sehr solide", erklärte Volkswagen-Chef Herbert Diess. "Und wir haben mehr Fahrzeuge ausgeliefert als jemals zuvor". Weltweit lieferte der Volkswagen-Konzern im ersten Halbjahr 5,5 Millionen Fahrzeuge an Kunden aus. Das bedeutete ein Plus von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Umsatz- und Gewinnwachstum konnten fast alle der insgesamt zwölf Marken des Konzerns verbuchen. Besonders stark stieg der Umsatz in der Kernmarke VW mit 7,7 Prozent. Einzig Bentley schrieb rote Zahlen.

Trotz der sprudelnden Gewinne warnte Diess: "In den kommenden Quartalen liegen große Anstrengungen vor uns – vor allem im Hinblick auf die Umstellung auf den neuen WLTP-Prüfzyklus." Volkswagen hat bereits tausende zusätzliche Stellplätze deutschlandweit angemietet, um nicht zugelassene Neuwagen zwischenzuparken. "Auch der wachsende Protektionismus stellt die global vernetzte Automobilindustrie vor große Herausforderungen."


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