31.07.2018, 23:02 Uhr

New York (AFP) US-Gericht untersagt Veröffentlichung von Plänen für Waffen aus 3D-Druckern

Eine Plastikpistole aus dem Drucker. Quelle: AFP/Archiv/Robert MacPherson (Foto: AFP/Archiv/Robert MacPherson)Eine Plastikpistole aus dem Drucker. Quelle: AFP/Archiv/Robert MacPherson (Foto: AFP/Archiv/Robert MacPherson)

Weitere Anhörung für den 10. August angesetzt

Ein US-Gericht hat die Veröffentlichung von Konstruktionsplänen im Internet für die Herstellung von Schusswaffen aus 3D-Druckern vorerst untersagt. Das Bundesgericht in Seattle reagierte damit am Dienstag auf eine Klage von acht Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington, die einen ursprünglich ab Mittwoch geplanten Zugang zu entsprechenden Konstruktionsplänen verhindern wollten. Für den 10. August wurde eine Anhörung angesetzt.

Die Klage der von der Demokratischen Partei regierten Bundesstaaten richtete sich gegen eine Vereinbarung, welche das US-Justizministerium im Juni nach jahrelangem Rechtsstreit mit der Organisation Defense Distributed erzielt hatte. Demnach hätte die Organisation ab diesem Mittwoch ihre Konstruktionspläne für mit 3D-Druckern herstellbare Schusswaffen im Internet veröffentlichen dürfen.

In der Klage hieß es, die Vereinbarung sei "hochgefährlich". Sie könne eine "beispiellose Auswirkung" auf die öffentliche Sicherheit haben. Auch Präsident Donald Trump zeigte sich skeptisch gegenüber dem Projekt von Defense Distributed - obwohl seine eigene Regierung der Veröffentlichung der Fertigungspläne zugestimmt hatte.

Die Waffen aus dem 3D-Drucker - Pistolen und Gewehre - funktionieren ebenso wie reguläre Schusswaffen, da sie aber nicht industriell gefertigt werden, besitzen sie keine Seriennummern.


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