29.07.2018, 16:33 Uhr

Erfurt (AFP) Erfurter Messerstecher nach dreitägiger Flucht gefasst

Polizeieinsatz zur Festnahme in Erfurt. Quelle: dpa/AFP/Martin Wichmann (Foto: dpa/AFP/Martin Wichmann)Polizeieinsatz zur Festnahme in Erfurt. Quelle: dpa/AFP/Martin Wichmann (Foto: dpa/AFP/Martin Wichmann)

Hinweise von Bürgern führen Polizei zu Tatverdächtigem

Nach dreitägiger Großfahndung hat die thüringische Polizei den flüchtigen Messerstecher von Erfurt festgenommen. Hinweise von Bürgern brachten die Beamten nach Polizeiangaben vom Sonntag auf die Spur des 41-Jährigen, der am Donnerstag seine Ex-Freundin entführt und einen unbeteiligten Passanten niedergestochen haben soll. Der aus Litauen stammende Mann sei zweifelsfrei identifiziert worden und sollte unverzüglich dem Haftrichter vorgeführt werden, teilte die Polizei mit.

Nach Informationen des MDR Thüringen gab die Polizei bei der Festnahme im Stadtgebiet von Erfurt Warnschüsse ab. Dem Zugriff war eine Großfahndung vorangegangen: Am Donnerstag wurde wiederholt der Bahnverkehr im Bereich Erfurt gesperrt, weil der Täter im Bahnhofsbereich vermutet wurde. Die Polizei hatte davor gewarnt, Anhalter mitzunehmen oder sich dem Tatverdächtigen zu nähern. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts des versuchten Mordes.

Der Polizei zufolge war der Täter in der Nacht zum Donnerstag gewaltsam in die Wohnung seiner 34 Jahre alten früheren Freundin eingedrungen. Dort hielt er sich offenbar rund zehn Stunden auf, bevor er sie zwang, mit ihm die Wohnung zu verlassen. Bei der Flucht stach er auf einen Passanten ein. Dessen Zustand war zuletzt nicht mehr lebensbedrohlich. Die 34-jährige wurde leicht verletzt.


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