29.07.2018, 15:49 Uhr

Berlin (AFP) Klöckner lässt Bundeshilfen für dürregeplagte Bauern prüfen

Traktor pflügt über ausgedörrten Boden. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Wolfgang Kumm (Foto: dpa/AFP/Archiv/Wolfgang Kumm)Traktor pflügt über ausgedörrten Boden. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Wolfgang Kumm (Foto: dpa/AFP/Archiv/Wolfgang Kumm)

Agrarministerin will am Dienstag mit Ländern beraten

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) lässt Hilfen des Bundes für die von der Dürre betroffenen Bauern prüfen. Am Dienstag werde es in ihrem Ministerium ein Treffen mit den Ländern auf Arbeitsebene geben, am Mittwoch werde sie dann dem Bundeskabinett Bericht über die aktuelle Lage erstatten, kündigte Klöckner am Sonntag an. Eine Entscheidung über Hilfen des Bundes werde allerdings nicht fallen, bevor Ende August der Erntebericht ihres Ministeriums mit detaillierten Angaben zu den Schäden vorliegt.

"Ich bin sehr besorgt über die Auswirkungen der Dürre, unter der viele Bauern vor allem im Norden und im Osten Deutschlands leiden müssen", erklärte Klöckner in Berlin. Manche Bauern treibe "die Sorge um die Existenz" um. Die Ministerin verwies auf geringere Getreideerträge und starke Trockenschäden bei Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben. Viele Viehhalter hätten Not, ihre Tiere zu versorgen, weil das Gras als Futter fehle.

Klöckner kündigte an, dass sich gegebenenfalls der Bund an der Seite der Länder an den Hilfen für die Landwirte beteiligen werde. Für Hilfen bei extremen Wetterereignissen - zu denen auch Dürren zählen - sind nach der Kompetenzverteilung die Länder zuständig. Bei Ereignissen von nationalem Ausmaß kann auch der Bund ausnahmsweise Hilfen leisten.

Der Bauerbverband hatte in den vergangenen Wochen wiederholt rasche Hilfen für die von der Dürre betroffenen Bauern gefordert. Bundesweit befürchtet der Bauernverband Ernteausfälle von im Schnitt 20 Prozent. In einigen Regionen Brandenburgs könnten die Ernteausfälle sogar bis zu 70 Prozent betragen.


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