27.07.2018, 11:11 Uhr

Brüssel (AFP) EU-Kommission schließt Handelsgespräche mit USA zu Landwirtschaft aus

Verladung von Sojabohnen in Illinois. Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/SCOTT OLSON (Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/SCOTT OLSON)Verladung von Sojabohnen in Illinois. Quelle: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/SCOTT OLSON (Foto: GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv/SCOTT OLSON)

Sprecherin: In Erklärung von Trump und Juncker nur Sojabohnen erwähnt

Nach der Vereinbarung von Gesprächen mit den USA im Handelskonflikt hat die EU-Kommission Verhandlungen über eine Öffnung der Agrarmärkte ausgeschlossen. "Landwirtschaft liegt außerhalb des Geltungsbereichs dieser Gespräche", sagte eine Kommissionssprecherin am Freitag. In der am Mittwoch verabschiedeten gemeinsamen Erklärung von EU und USA würden zwar würden zwar "Farmer" und "Sojabohnen" erwähnt, aber nicht die Landwirtschaft an sich.

US-Präsident Donald Trump und Kommissionschef Jean-Claude Juncker hatten am Mittwoch Gespräche über die Lösung des transatlantischen Handelskonflikts vereinbart. Von Trump angedrohte Strafzölle auf europäische Autos sind während ihrer Dauer vorerst vom Tisch. Im Gegenzug sagte Juncker höhere Importe von Sojabohnen und Flüssiggas aus den USA zu.

Die Einigung zu Sojabohnen war für Trump wichtig, weil die US-Bauern als traditionelle Wählerklientel der Republikaner hier durch den Handelsstreit mit China einen wichtigen Absatzmarkt verloren haben. "Wir haben gerade Europa für Euch Farmer geöffnet", sagte Trump am Donnerstag im US-Bundesstaat Iowa bei einer Veranstaltung.

Die französische Regierung hatte ihrerseits nach der Einigung umgehend "Klarstellungen" zu den Vereinbarungen von Juncker und Trump verlangt. Neben ihrer Ablehnung eines Freihandelsabkommens nach dem Vorbild der auf Eis liegenden TTIP-Vereinbarung verwies sie auch darauf, dass Agrarfragen "außerhalb des Diskussionsrahmens" der Handelsgespräche bleiben müssten.


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