26.07.2018, 11:26 Uhr

Peking (AFP) Sprengsatz löst Explosion vor US-Botschaft in Peking aus

Polizisten vor der US-Botschaft in Peking. Quelle: AFP/Greg BAKER (Foto: AFP/Greg BAKER)Polizisten vor der US-Botschaft in Peking. Quelle: AFP/Greg BAKER (Foto: AFP/Greg BAKER)

Täter an Hand verletzt - Motiv des Chinesen unklar

Vor der US-Botschaft in Peking hat ein Chinese laut Polizei durch einen kleinen Sprengsatz eine Explosion ausgelöst. Der 26-jährige sei an der Hand verletzt worden, als er versucht habe, den Sprengsatz zu zünden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der mutmaßliche Täter sei in ein Krankenhaus eingeliefert, ansonsten seien keine weiteren Menschen verletzt worden.

Zum möglichen Tatmotiv machte die chinesische Polizei zunächst keine Angaben. Der 26-Jährige stamme aus der autonomen Region Innere Mongolei im Norden Chinas.

Der Vorfall ereignete sich nahe dem Wartebereich für chinesische Staatsbürger, die ein US-Visum beantragen. "Wir haben eine starke Explosion gehört (...), also sind wir rausgegangen, um zu schauen. Aber die Polizei hatte das Gebiet sehr schnell abgesperrt", sagte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur AFP. Der Visa-Dienst nahm nicht lang nach dem Vorfall seine Arbeit wieder auf.

Im Internet veröffentlichte Videos von Augenzeugen zeigten Rauch vor dem großen Botschaftsgelände in der chinesischen Hauptstadt. Der Suchbegriff "US-Botschaft" war am Donnerstag im chinesischen Twitter, dem Kurzbotschaftendienst Weibo, zensiert.

Die US-Botschaft wollte zunächst keine Stellungnahme abgeben. Der Gebäudekomplex liegt am Stadtrand von Peking. In der Umgebung befinden sich mehrere Botschaften, darunter auch die von Frankreich, Indien und Israel.


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