25.07.2018, 23:18 Uhr

San Francisco (AFP) Facebook legt nach Datenskandal schwächere Quartalszahlen als erwartet vor

Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Quelle: GETTY/AFP/Archiv/Drew Angerer (Foto: GETTY/AFP/Archiv/Drew Angerer)Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Quelle: GETTY/AFP/Archiv/Drew Angerer (Foto: GETTY/AFP/Archiv/Drew Angerer)

Aktienkurs stürzt ab

Facebook hat im zweiten Quartal schwächere Zahlen als erwartet vorgelegt: Im ersten vollen Quartal nach dem Datenskandal stieg der Umsatz zwar um 42 Prozent auf 13,2 Milliarden Dollar (11,3 Milliarden Euro); der Gewinn legte um 31 Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar zu, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Damit blieb das Online-Netzwerk aber hinter den Erwartungen zurück. Auch der Anstieg der Nutzerzahlen fiel geringer aus als erwartet.

Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer stieg um elf Prozent auf 2,23 Milliarden an - die meisten Schätzungen waren von 2,25 Milliarden ausgegangen. Auch der Anstieg der täglich aktiven Nutzer fiel mit einem Anstieg um elf Prozent auf 1,47 Milliarden schwächer aus als erwartet. Der Aktienkurs stürzte nach Bekanntgabe der Zahlen und einem schwachen Ausblick um 22 Prozent ab.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg sagte, das Unternehmen habe viel in "Sicherheit und Datenschutz" investiert. "Wir investieren so viel in die Sicherheit, dass es sich auf unsere Rentabilität auszuwirken beginnt", sagte Zuckerberg in einer Telefonkonferenz zum Quartalsbericht. Er fügte aber hinzu: "Wir führen dieses Unternehmen langfristig und nicht für das nächste Quartal."

Facebook steckt wegen des Skandals um den massiven Missbrauch von Nutzerinformationen durch die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica seit Monaten in der schwersten Krise seiner Unternehmensgeschichte. Zuckerberg hatte gesagt, er rechne nicht mit schwerwiegenden Folgen durch den Datenskandal - die jüngsten Quartalszahlen deuten aber auf eine Abkühlung hin.


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