25.07.2018, 02:10 Uhr

Islamabad (AFP) Pakistan wählt unter Militäraufsicht ein neues Parlament

Soldaten in der Hafenstadt Karachi. Quelle: AFP/ASIF HASSAN (Foto: AFP/ASIF HASSAN)Soldaten in der Hafenstadt Karachi. Quelle: AFP/ASIF HASSAN (Foto: AFP/ASIF HASSAN)

In Pakistan sind am Mittwoch mehr als hundert Millionen Stimmberechtigte zur Wahl des Parlaments aufgerufen. Das Rennen um den Posten des Regierungschefs läuft auf einen Zweikampf zwischen der Partei des ehemaligen Premierministers Nawaz Sharif und derjenigen des einstigen Cricket-Stars Imran Khan hinaus. Der Geschäftsmann Sharif wurde vor knapp zwei Wochen bei der Rückkehr nach Pakistan unter Korruptionsverdacht festgenommen. Er ist Spitzenkandidat der regierenden Pakistanischen Muslimliga-Nawaz (PML-N).

In Pakistan sind am Mittwoch mehr als hundert Millionen Stimmberechtigte zur Wahl des Parlaments aufgerufen. Das Rennen um den Posten des Regierungschefs läuft auf einen Zweikampf zwischen der Partei des ehemaligen Premierministers Nawaz Sharif und derjenigen des einstigen Cricket-Stars Imran Khan hinaus. Der Geschäftsmann Sharif wurde vor knapp zwei Wochen bei der Rückkehr nach Pakistan unter Korruptionsverdacht festgenommen. Er ist Spitzenkandidat der regierenden Pakistanischen Muslimliga-Nawaz (PML-N).

Sein Kontrahent Khan tritt für die Oppositionspartei Tehreek-e-Insaf (PTI) an. Er biederte sich auf Stimmensuche zuletzt islamistischen Hardlinern an. Hauptthema des Wahlkampfs war die schlechte Wirtschaftslage. Bei schweren Anschlägen auf Wahlkampfveranstaltungen wurden in den vergangenen Tagen mehr als 175 Menschen getötet, darunter drei Kandidaten. Die Wahl findet unter strikten Sicherheitsvorkehrungen statt. Insgesamt mehr als 370.000 Soldaten sollen im ganzen Land für einen ordnungsgemäßen Ablauf der Wahlen sorgen - so viele wie noch nie in der Geschichte des Landes. Der massive Militäreinsatz und die Präsenz von Soldaten in den Wahllokalen nährten zuletzt aber die Angst vor Wahlmanipulationen.


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