24.07.2018, 12:49 Uhr

Washington (AFP) Trump sieht Handelsgespräche als Erfolg seines harten Kurses

US-Präsident Trump. Quelle: AFP/Brendan Smialowski (Foto: AFP/Brendan Smialowski)US-Präsident Trump. Quelle: AFP/Brendan Smialowski (Foto: AFP/Brendan Smialowski)

Juncker und Malmström am Mittwoch in Washington

Am Tag vor seinen Handelsgesprächen mit der EU-Kommission hat US-Präsident Donald Trump seine harte Linie als Mittel verteidigt, um die Verhandlungsbereitschaft anderer Länder zu erzwingen. Jene Staaten, welche die USA "jahrelang beim Handel unfair behandelt haben", kämen jetzt alle zu Verhandlungen nach Washington, schrieb Trump am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Diese Gespräche hätten schon vor vielen Jahren stattfinden sollen, aber "besser spät als nie".

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Handelskommissarin Cecilia Malmström werden am Mittwoch zu Gesprächen über die Handelsstreitigkeiten im Weißen Haus erwartet. Ein konkretes Angebot zur Deeskalation des Konflikts bringen sie allerdings nicht mit.

Trump hatte Anfang Juni Strafzölle auf EU-Importe von Stahl und Aluminium verhängt, die Europäische Union reagierte darauf mit Aufschlägen auf diverse US-Produkte. Der US-Präsident lässt nun als möglichen nächsten Schritt prüfen, auch Autoimporte aus Europa mit hohen neuen Zöllen zu belegen.

"Zölle sind das größte!" frohlockte Trump jetzt auf Twitter. Entweder handle ein Land, das die USA bislang beim Handel "unfair" behandelt habe, einen "fairen Deal" aus oder es werde von Zöllen getroffen, beschrieb er seine Linie. Sein Vorgehen sei "derart einfach" - und als Folge lasse sich "jeder" auf Gespräche ein.

Trump bezeichnete die USA auch erneut als "Sparschwein", das von anderen Ländern ausgeraubt werde. Am Ende werde aber "alles großartig sein", zeigte er sich zuversichtlich.


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