24.07.2018, 04:10 Uhr

Managua (AFP) Nicaraguas Staatschef lehnt Rücktritt und Neuwahlen weiter ab

Protest in Managua. Quelle: AFP/MARVIN RECINOS (Foto: AFP/MARVIN RECINOS)Protest in Managua. Quelle: AFP/MARVIN RECINOS (Foto: AFP/MARVIN RECINOS)

Proteste von Regierungsgegnern und -anhängern in der Hauptstadt Managua

Nicaraguas umstrittener Staatschef Daniel Ortega lehnt einen Rücktritt und vorgezogene Neuwahlen weiterhin ab. Die nächsten Wahlen würden wie geplant 2021 abgehalten, sagte Ortega dem US-Sender Fox News am Montag. Die Wahlen vorzuziehen, würde zu "Instabilität" und "Unsicherheit" führen "und die Dinge verschlimmern", sagte er.

Ortega sieht sich seit Monaten Massenprotesten ausgesetzt, die von Polizei und Paramilitärs regelmäßig niedergeschlagen werden. Seit Mitte April wurden nach Angaben von Menschenrechtsgruppen 292 Menschen getötet. Hinzu kämen hunderte Menschen, die willkürlich festgenommen worden seien, erklärten verschiedene Menschenrechtsorganisationen am Montag. Viele würden verdächtigt, an Protesten gegen Ortega teilgenommen zu haben.

Am Montag gingen erneut tausende Menschen in der Hauptstadt Managua auf die Straße. Unter den Demonstranten waren Gegner und Anhänger des Präsidenten. Studenten und Regierungsgegner forderten bei einer Kundgebung "Freiheit für die Gefangenen" und "Gerechtigkeit". Bei einem Protestzug regierungstreuer Studenten forderten die Teilnehmer eine Bestrafung derjenigen, denen sie einen "Putschversuch" vorwarfen.


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