23.07.2018, 01:31 Uhr

London (AFP) Britischer Außenminister fordert "mehr Flexibilität" in Brexit-Gesprächen

Jeremy Hunt. Quelle: POOL/AFP/Archiv/Chris J Ratcliffe (Foto: POOL/AFP/Archiv/Chris J Ratcliffe)Jeremy Hunt. Quelle: POOL/AFP/Archiv/Chris J Ratcliffe (Foto: POOL/AFP/Archiv/Chris J Ratcliffe)

Hunt am Montag bei Bundesaußenminister Maas

Vor seinem Treffen mit Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) in Berlin hat der neue britische Chefdiplomat Jeremy Hunt die Verbundenheit seines Landes zu Deutschland betont, zugleich aber "mehr Flexibilität" in den Brexit-Verhandlungen gefordert. Deutschland sei "einer der wichtigsten Verbündeten Großbritanniens in allen Bereichen", heißt es in einer in der Nacht zum Montag veröffentlichten Erklärung des britischen Außenministers.

Hunt verwies unter anderem auf den Handel, die Sicherheit in Europa und den Kampf gegen den Terrorismus. Beide Länder arbeiteten eng zusammen, "um das wertebasierte internationale System zu verteidigen", von dem "unsere Sicherheit und unser Wohlstand abhängen".

Bei den Gesprächen mit Maas werde es neben der Zusammenarbeit Deutschlands und Großbritanniens bei außenpolitischen Themen auch um den Brexit gehen, erklärte Hunt. Er werde Maas versichern, dass Großbritannien sich auch weiterhin "an der Seite unserer europäischen Freunde und Verbündeten" engagieren wolle. Er werde aber auch deutlich machen, "dass unsere europäischen Partner viel mehr Flexibilität und Kreativität in den Verhandlungen zeigen müssen", damit ein ungeordneter Brexit verhindert werde.

Hunt ist ein Befürworter des Brexits. Den Verhandlungsansatz der EU gegenüber seinem Land hatte er kürzlich als "arrogant" kritisiert.


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