21.07.2018, 08:40 Uhr

Gaza (AFP) Waffenruhe an der Grenze zum Gazastreifen scheint weitestgehend zu halten

Explosion in Gaza-Stadt am 20. Juli 2018. Quelle: AFP/BASHAR TALEB (Foto: AFP/BASHAR TALEB)Explosion in Gaza-Stadt am 20. Juli 2018. Quelle: AFP/BASHAR TALEB (Foto: AFP/BASHAR TALEB)

Gewalt war nach Tod eines israelischen Soldaten eskaliert

Die von der radikalislamischen Hamas verkündete Waffenruhe an der Grenze des Gazastreifens zu Israel scheint weitestgehend zu halten. Seitdem die Feuerpause um Mitternacht in Kraft trat, wurden weder israelische Luftangriffe noch Raketenbeschuss von palästinensischer Seite verzeichnet. Allerdings teilte die israelische Armee mit, ein Panzer habe am Samstagmorgen einen Hamas-Beobachtungsposten östlich von Gaza-Stadt als Vergeltung für eine versuchte Grenzüberschreitung im Norden des Gazastreifens beschossen.

Die Gewalt an der Grenze des durch Israel abgeschotteten und von der radikalen Palästinenserorganisation Hamas kontrollierten Küstenstreifens war am Freitag erneut eskaliert. Zum ersten Mal seit vier Jahren wurde ein israelischer Soldat bei palästinensischen Protesten an der Grenze getötet. Die Armee reagierte mit massiven Vergeltungsangriffen.

Nach Angaben der Hamas wurden dabei zwei ihrer Kämpfer östlich von Chan Junis und ein dritter östlich von Rafah getötet. Ein vierter Palästinenser wurde laut dem Gesundheitsministerium in Gaza bei Protesten an der Grenze erschossen.

Wenige Stunden nach der Eskalation erklärte die Hamas, sie habe sich auf eine Feuerpause mit Israel geeinigt. Mit Unterstützung Ägyptens und der Vereinten Nationen hätten sich beide Seiten auf eine "Rückkehr zum vorherigen Zustand der Ruhe" geeinigt, erklärte Hamas-Sprecher Fausi Barhum am frühen Samstagmorgen. Die israelische Armee und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigten die Einigung nicht.


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