12.07.2018, 14:15 Uhr

Wiesbaden (AFP) Zweiter Haftbefehl gegen mutmaßlichen Mörder von 14-jähriger Susanna erlassen

Ali B. wird im Juni zum Polizeihubschrauber gebracht. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Hasan Bratic (Foto: dpa/AFP/Archiv/Hasan Bratic)Ali B. wird im Juni zum Polizeihubschrauber gebracht. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Hasan Bratic (Foto: dpa/AFP/Archiv/Hasan Bratic)

Ali B. soll im März und im Mai elfjähriges Mädchen vergewaltigt haben

Gegen den mutmaßlichen Mörder der 14-jährigen Susanna ist ein weiterer Haftbefehl wegen Verdachts der Vergewaltigung eines elfjährigen Mädchens erlassen worden. Ausgestellt wurde der Haftbefehl gegen Ali B. am Donnerstag vom Amtsgericht Wiesbaden, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. B. soll die Elfjährige im März in einer Wiesbadener Flüchtlingsunterkunft und ein zweites Mal im Mai auf einem Feld vergewaltigt haben.

Der aus dem Irak stammende B. sitzt bereits seit Juni als Tatverdächtiger im Fall Susanna in Untersuchungshaft. Das 14-jährige Mädchen aus Mainz war Anfang Juni in Wiesbaden tot aufgefunden worden, zwei Wochen nach ihrem Verschwinden. Die Jugendliche wurde vergewaltigt und getötet. B. gestand die Tötung des Mädchens, bestritt jedoch eine Vergewaltigung.

Die Ermittler hatten Anfang des Monats mitgeteilt, dass sich der bereits früher aufgetauchte Verdacht gegen B. auf Vergewaltigung auch der Elfjährigen erhärtet habe. Die zweite Vergewaltigung dieses Opfers im Mai soll B. gemeinsam mit einem bereits inhaftierten 14-jährigen Afghanen begangen haben.

Der Fall Susanna hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht. B. hatte sich mit seinen Eltern und Geschwistern Anfang Juni in den Irak abgesetzt. Dort wurde er von kurdischen Sicherheitskräften festgenommen und in Begleitung der Bundespolizei per Flugzeug zurück nach Deutschland gebracht.

B. war im Herbst 2015 nach Deutschland gekommen, das Asylgesuch des damaligen Heranwachsenden wurde im Dezember 2016 abgelehnt. Seither lebte er in einer Flüchtlingsunterkunft in Wiesbaden. Als Konsequenz aus dem Mordfall Susanna forderte unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schnellere Abschiebungen.


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