09.07.2018, 07:03 Uhr

Mae Sai (AFP) Rettungseinsatz für Jungen in thailändischer Höhle geht weiter

Thailändische Soldaten in der Nähe der Tham-Luang-Höhle. Quelle: AFP/YE AUNG THU (Foto: AFP/YE AUNG THU)Thailändische Soldaten in der Nähe der Tham-Luang-Höhle. Quelle: AFP/YE AUNG THU (Foto: AFP/YE AUNG THU)

Regierungsvertreter: "Wir haben während der Nacht ununterbrochen gearbeitet"

In Thailand wird am Montag der Einsatz zur Rettung der acht weiterhin in einer Höhle eingeschlossenen Jungen und deren Fußballtrainer fortgesetzt. "Wir haben während der Nacht ununterbrochen gearbeitet", sagte ein Regierungsvertreter der Region Chiang Rai, der anonym bleiben wollte, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Demnach wurde lediglich das Herausholen der Eingeschlossenen für mehrere Stunden unterbrochen.

Am Sonntag hatten vier Jungen, begleitet von Profi-Tauchern, die Höhle verlassen. Sie wurden per Krankenwagen und Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Die Einsatzkräfte hatten mit dem hoch riskanten Einsatz zur Rettung der seit gut zwei Wochen in der überfluteten Höhle festsitzenden Gruppe begonnen, weil die Zeit insbesondere wegen des erwarteten neuen Monsunregens abzulaufen droht.

Auf dem mehr als vier Kilometer langen Weg ins Freie müssen die Kinder lange Strecken durch schlammiges Wasser tauchend zurücklegen. Da die Kinder in dem Wasser praktisch nichts sehen können, wurden Taue befestigt, an denen sie sich voran hangeln sollten. Wie gefährlich das Unterfangen ist, hatte am Freitag der Tod eines erfahrenen thailändischen Tauchers gezeigt, der auf dem Weg aus der Höhle wegen Sauerstoffmangels gestorben war.

Derweil machen die Behörden weiterhin keine Angaben dazu, welche der insgesamt zwölf Jungen am Sonntag befreit wurden. "Stellen Sie nicht solche Fragen. Es sind keine klugen Fragen", sagte Thailands Ministerpräsident Prayut Chan-O-Cha am Montag in Bangkok auf entsprechende Fragen von Journalisten. Im Verlauf des Tages sollte Prayut selbst zu der Höhle reisen, um sich ein Bild von dem Rettungseinsatz zu machen.

Die elf bis 16 Jahre alten Jungen waren am 23. Juni mit ihrem Trainer zu einem Ausflug in die Höhle gegangen und nach Regengüssen von steigenden Wassermassen überrascht worden. Erst neun Tage später wurden sie von Tauchern gefunden und mit Nahrung versorgt.


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