04.07.2018, 12:32 Uhr

Hamburg (AFP) Staatsanwaltschaft bereitet Anklage wegen Goldmünzenraub aus Bode-Museum vor

Das Bode-Museum ist ein beliebtes Touristenziel. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Lisa Ducret (Foto: dpa/AFP/Archiv/Lisa Ducret)Das Bode-Museum ist ein beliebtes Touristenziel. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Lisa Ducret (Foto: dpa/AFP/Archiv/Lisa Ducret)

"Zeit": Ermittler halten vier Männer für tatverdächtig

Im Fall des spektakulären Diebstahls einer hundert Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum gehen die Ermittler einem Bericht zufolge von vier Tatverdächtigen aus. Wie die Wochenzeitung "Zeit" am Mittwoch vorab berichtete, richtet sich der Fokus auf zwei Brüder, deren Cousin sowie einen ehemaligen Museumswärter. Die Staatsanwaltschaft bereite derzeit die Anklage vor.

Den Brüdern und dem Cousin, die zu einer arabischstämmigen Großfamilie in Berlin gehören sollen, wird demnach schwerer Diebstahl vorgeworfen. Sie sollen am 27. März vergangenen Jahres nachts von der S-Bahn-Trasse aus über ein Fenster in das Museum eingedrungen sein, mit einer Axt das Panzerglas der Vitrine zerstört und die Münze mit Hilfe eines Rollbretts aus dem Gebäude geschafft haben.

Die vierte Verdächtige arbeitete als Wärter im Bode-Museum und gilt den Ermittlern demnach als Tippgeber. Auf seinem Handy habe die Polizei Selfiebilder gefunden, die er womöglich zur Vorbereitung der Tat im Museum aufgenommen habe. Das Fenster, über das die drei mutmaßlichen Täter einstiegen, befindet sich im Umkleideraum der Angestellten und war als einziges im Gebäude nicht an den äußeren Alarmkreislauf angeschlossen.

Bei einer Razzia hatte die Polizei vor gut einem Jahr vier Verdächtige festgenommen, zudem gingen die Ermittler damals von neun weiteren Tatverdächtigen aus.

Die im Jahr 2007 in Kanada ausgegebene Münze mit einem Durchmesser von 53 Zentimetern ist drei Zentimeter dick und zeigt das Porträt von Königin Elizabeth II. Die überdimensionale Goldmünze gehörte zur Sammlung des Münzkabinetts. Der Materialwert des Golds soll nach damalige Angaben der Ermittlern bei 3,75 Millionen Euro liegen.


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