04.07.2018, 02:04 Uhr

Graz (AFP) Prozess gegen rechtsextreme Identitäre Bewegung Österreichs beginnt in Graz

Justitia. Quelle: dpa/AFP/Archiv/David-Wolfgang Ebener (Foto: dpa/AFP/Archiv/David-Wolfgang Ebener)Justitia. Quelle: dpa/AFP/Archiv/David-Wolfgang Ebener (Foto: dpa/AFP/Archiv/David-Wolfgang Ebener)

In Österreich beginnt am Mittwoch ein Prozess gegen die rechtsextreme Identitäre Bewegung. Die Staatsanwaltschaft Graz wirft zehn Führungsmitgliedern und sieben "aktiven Sympathisanten" der Bewegung die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor sowie Aufstachelung zum Hass, teilweise auch Sachbeschädigung und Nötigung.

In Österreich beginnt am Mittwoch ein Prozess gegen die rechtsextreme Identitäre Bewegung. Die Staatsanwaltschaft Graz wirft zehn Führungsmitgliedern und sieben "aktiven Sympathisanten" der Bewegung die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor sowie Aufstachelung zum Hass, teilweise auch Sachbeschädigung und Nötigung.

Unter den Angeklagten ist auch der Chef der Gruppe in Österreich, Martin Sellner. Er war in den vergangenen Jahren durch Aktionen bekannt geworden, die sich gegen die Aufnahme von Asylbewerber in Österreich richteten. Der Berliner "Tagesspiegel" berichtete unter Berufung auf die Grazer Staatsanwaltschaft, das Ermittlungsverfahren habe "Hinweise auf Kontakte der Angeklagten mit der deutschen 'Identitären-Szene' erbracht." Die Anklage beziehe sich aber nur auf Taten in Österreich. In Deutschland wird die Gruppe wegen ihrer völkischen Ideologie vom Verfassungsschutz beobachtet.


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