30.06.2018, 20:53 Uhr

Mexiko-Stadt (AFP) Schon wieder Journalist in Mexiko getötet

Soldaten sichern ein Wahllokal in Acapulco. Quelle: AFP/FRANCISCO ROBLES (Foto: AFP/FRANCISCO ROBLES)Soldaten sichern ein Wahllokal in Acapulco. Quelle: AFP/FRANCISCO ROBLES (Foto: AFP/FRANCISCO ROBLES)

35-Jähriger einen Tag vor Wahlen in Bar erschossen

Kurz vor den Wahlen ist in Mexiko erneut ein Journalist ermordet worden. Der 35-jährige José Guadalupe Chan ist der sechste Journalist, der seit Jahresbeginn in dem lateinamerikanischen Land getötet wurde. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Quintana Roo wurde er in der Nacht zum Samstag in einer Bar in der Stadt Felipe Carrillo Puerto erschossen. In der Stadt leben überwiegend Angehörige der Volksgruppe Maya.

Der Journalist hatte für die Online-Wochenzeitung "Playa News" gearbeitet, die über Ereignisse im Gebiet an der Riviera Maya berichtet. Die bei Urlaubern beliebte Gegend liegt unweit der Touristenhochburg Cancún an der Karibikküste.

Am Sonntag finden in Mexiko Präsidentschafts-, Parlaments-, Regional- und Kommunalwahlen statt. Das Land ist seit Jahren vom blutigen Machtkampf zwischen den Drogenkartellen geprägt. Obwohl seit 2006 Armee und Polizei gegen die Banden eingesetzt werden, haben die wechselnden Regierungen die Gewalt nicht in den Griff bekommen - im Gegenteil: Im vergangenen Jahr hat das Land einen Rekordwert von 25.339 Morden erreicht.


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