29.06.2018, 07:53 Uhr

Wiesbaden (AFP) Erneuter Anstieg bei Zahl der Pensionäre

Erneuter Anstieg bei Zahl der Pensionäre. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Caroline Seidel (Foto: dpa/AFP/Archiv/Caroline Seidel)Erneuter Anstieg bei Zahl der Pensionäre. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Caroline Seidel (Foto: dpa/AFP/Archiv/Caroline Seidel)

Bundesländer trifft vor allem hohe Zahl pensionierter Lehrer

Die Bundesländer müssen für immer mehr Pensionäre des öffentlichen Diensts sorgen. Anfang des Jahres gab es in den Ländern rund 738.000 ehemalige Landesbeamte und damit 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Insgesamt zählten Bund, Länder und Kommunen demnach 1,274 Millionen Pensionäre. Dies bedeutete einen Anstieg um 2,2 Prozent.

In den vergangenen 20 Jahren hat sich laut der Statistikbehörde die Zahl der Pensionäre in den Bundesländern mehr als verdoppelt. Grund dafür ist demnach vor allem die hohe Zahl der pensionierten Lehrer, die in den 60er und 70er Jahren eingestellt wurden. Im Jahr 2017 stieg die Zahl der ehemaligen Lehrer im Ruhestand um 4,2 Prozent auf rund 420.000. Die Statistiker rechnen auch in den kommenden Jahren mit hohen Pensionierungszahlen.

Im Bereich des Bundes ging die Zahl der Pensionäre dagegen um 0,9 Prozent zurück. Begründet wurde dies damit, dass es immer weniger ehemalige Beamte der Bahn und der Post gibt. Die Zahl der Pensionäre in den Kommunen stieg um 2,6 Prozent.

Von den insgesamt rund 62.000 Neupensionären im Jahr 2017 schied der Großteil (81 Prozent) mit Erreichen einer Altersgrenze aus dem Dienst. Wegen Dienstunfähigkeit wurden 16 Prozent der ehemaligen Beamten in den Ruhestand versetzt. Die übrigen drei Prozent der Beamten gingen aufgrund von Vorruhestandsregelungen oder aus sonstigen Gründen in Pension.


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